Der so genannte Silberrücken ist neben der Größe das auffälligste Merkmal erwachsener Gorillamänner, die etwa 150 – 160 kg wiegen. Kurze weiße Haare bedecken den Rücken. Dieser Silberrücken entwickelt sich, sobald die Männer voll ausgewachsen sind. Er ist kein Zeichen für ein besonders hohes Alter.

Der leitende Silberrückenmann hat in einer Gorillagruppe den höchsten Rang inne. Seine bevorzugte Stellung erreicht ein Gorillamann nicht nur durch Stärke im Kampf gegen Rivalen, sondern auch durch seine Lebenserfahrung und durch seine Fähigkeiten. Er muss die Gegend sehr genau kennen, um seine Gruppe immer zur richtigen Jahreszeit an die richtigen Futterplätze führen zu können.

Es gehört zu den Aufgaben erwachsener Männer, ihre Gruppe gegen Angreifer zu verteidigen. Fühlt sich eine Berggorillagruppe bedroht, so strömen Silberrückenmanner einen besonders intensiven Geruch aus und äußern charkteristische Laute.

Es ist jedoch so, dass Berggorillas außer dem Menschen kaum Feinde haben. Das einzige Raubtier, das einen Gorilla erbeuten kann, ist der Leopard.

Ein Silberrückenmann lebt gewöhnlich mit mehreren erwachsenen Frauen und Jungtieren zusammen. Bei Berggorillas gibt es jedoch auch Gruppen, mit mehreren erwachsenen Männern, die nahe miteinander verwandt sind.

Die Gruppengröße liegt meist zwischen 4 und 8 Mitgliedern, schwankt jedoch stark. Die größte bisher bekannt gewordene Gorillagruppe umfasste kurzzeitig 65 Tiere.

Stirbt der Gruppenleiter, löst sich die Gruppe auf oder ein untergeordneter Silberrückenmann, der häufig der Sohn des ehemaligen Leiters ist, übernimmt die Gruppe.

Mit ca. 35 Jahren zeigen Gorillas deutliche Alterserscheinungen. Sie brauchen zum Fressen und Wandern länger als andere Gruppenmitglieder. Es ist jedoch üblich, dass die Gruppe ihre Aktivitäten an den schwächeren Tieren ausrichtet und häufig nach ihnen sieht. Erst kurz vor dem Tode werden die Alten manchmal zurückgelassen oder ziehen sich selbst zurück.