Es sind die letzten ihrer Art: Nur noch rund 700 Berggorillas leben auf unserem Planeten. Fast jedes afrikanische Dorf zählt mehr Einwohner. Berggorillas gehören zu den seltensten Primaten überhaupt.

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts sagte Carl Akeley voraus, dass die Berggorillas bald vom Aussterben bedroht sein würden und forderte die Kolonialregierung des damaligen Belgisch-Kongo auf, ein Gorillareservat im Gebiet der Großen Seen einzurichten.

1925 gründete Prinz Albert den Albert-Nationalpark, den heutigen Virunga-Nationalpark.

Und obwohl einige Gorillapopulationen gezielt geschützt werden, bleiben Berggorillas existentiell bedroht. Die Erhaltung lebensfähiger Populationen zur Vermeidung ihres Aussterbens stellt für die Menschheit eine schwierige Herausforderung dar.

Gorillas spielen eine Schlüsselrolle in ihren tropischen Waldökosystemen, die das globale Klima regulieren. Ihr Aussterben wäre ein unwiederbringlicher Verlust und ein schlechtes Vorzeichen für unsere Zukunft.

Aktuelle Schutzbemühungen müssen ausgeweitet werden, da man ein Aussterben aller Menschenaffenarten binnen weniger Jahrzehnte vorhersagt. Neue Ansätze und zusätzliche Bemühungen sind nötig, um diese Entwicklung zu stoppen.

Mit dem Jahr des Gorillas, einer Bildungs- und Artenschutzkampagne unterstützt die UNEP den Schutz der Gorillas.

Auch der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. verfolgt das Ziel, das Überleben der Berggorillas und anderer bedrohter Gorillapopulationen zu sichern.

Doch die Warnzeichen stehen nach wie vor auf „Alarmstufe Rot“. Trotz eines leichten Anstiegs der Bestandszahlen – zu Beginn der 1950er Jahre waren sie auf nur wenige hundert Tiere geschätzt worden; in den letzten zwanzig Jahren ist ihre Zahl von 620 auf rund 700 Tiere angestiegen – muss weiterhin von einer starken Gefährdung der Art ausgegangen werden. Die Population ist so klein, so fragil, dass für eine Entwarnung kein Anlass besteht. Natürlich drängt sich die Frage auf: Sind die Berggorillas überhaupt noch zu retten? Sind etwa die Genpools noch groß genug? Ist der Lebensraum nicht schon zu stark beschnitten? Ist durch zwangsläufige Inzucht eine Schwächung und damit ein Ende der Population in absehbarer Zeit vorprogrammiert?

Die Antwort der Forschung ist klar: Berggorillas können gerettet werden! Wir alle können (noch) etwas für die dauerhafte Erhaltung der Art tun. Wenn wir die Bergregenwälder in Afrika bewahren, wenn wir die Gorillas – so gut es geht – vor Wilderern und Krankheiten schützen, dann gibt es die begründete Hoffnung, dass auch künftige Generationen diese Tiere noch lange bewundern können. Menschen und Gorillas verbindet ein gemeinsames Erbe, das es zu schützen, das es fortzutragen gilt in eine Zukunft, die wir fair miteinander teilen sollten.

Es bedarf natürlich großer – auch finanzieller – Anstrengungen, dieses Erbe, diesen von uns jedenfalls in der Vergangenheit bedrohten Teil der Schöpfung zu bewahren. Aber wir können diese Erbschaft nicht ausschlagen. Denn aus eigener Kraft können die Berggorillas im Bwindi-Wald und in den Virungas ihren Fortbestand nicht mehr sichern. Sie bedürfen zwingend unseres Schutzes und unserer Unterstützung. Einen Beitrag hierzu leistet das Mondberge Hilfsprojekt in Uganda. Schauen Sie vorbei und helfen auch Sie mit.