Namibias Geparde brauchen Hilfe!

Der Gepard (Acinonyx jubatus) hat sich im Laufe von vier Millionen Jahre, zu einem einzigartigen Tier entwickelt. Der Mensch brauchte weniger als 100 Jahre, um die Geparden an den Rand der Ausrottung zu bringen. Seit der Wende zum 20. Jahrhundert ist der Gepardenbestand weltweit um mehr als 85 % zurückgegangen.

Namibia, im südlichen Afrika, ist mit etwa 3.000 Tieren die Heimat der größten noch verbliebenen Gepardenpopulation. Fast 95 % dieser Geparde leben außerhalb geschützter Reservate auf zur Viehhaltung genutztem Farmland. Dort gibt es natürliche Beute im Überfluss. Allerdings sehen die Farmer in den Geparden eine Bedrohung ihrer Viehherden und jagen die Geparde. Wissenschaftliche Studien belegen jedoch, dass der Verlust von Nutzvieh durch Raubtiere minimal ist. Die Geparde ernähren sich hauptsächlich von Wildtieren.

Die Lösung des Mensch-Wildtier-Konflikts stellt eine der größten Herausforderungen beim Schutz der Geparde dar. Verstärkte Aufklärungsarbeit und Umweltbildung für Farmer sowie die Entwicklung von „Geparden-freundlichen“ Viehhaltungsmethoden soll die Akzeptanz für Geparde als Bestandteil eines natürlichen Ökosystems erhöhen.

Hunde helfen Geparde zu schützen
Im Rahmen des Schutzprojektes werden Herdenschutzhunde, die Nutzviehherden vor Geparden schützen, gezüchtet und ausgebildet. Als besonders geeignet für diese Arbeit hat sich der Einsatz von türkischen Herdenschutzhunden, beispielsweise den Kangals, erwiesen. Die Farmer erhalten zu den Herdenschutzhunden auch eine Einführung in die „Geparden-freundliche“ Nutzviehhaltung und können an weiterführenden Seminaren und Kursen teilnehmen.

Zusammen mit dem Cheetah Conservation Fund (CCF) setzt sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. für den Schutz der bedrohten Geparde ein. Mit dem Fotobildband „Afrikas Süden“ unterstützen Fotografeneditionen.de und Mondberge.com dieses Gepardenschutzprojekt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Aktionsgemeinschaft Artenschutz