Aktivitäten im Rahmen des Gorilla-Projekts in Bwindi – 2011

Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie

Laufende Langzeitforschung mit der Kyagurilo-Gruppe
Fortlaufende Datenerhebung bzgl. Verhalten und Umfeld seit 1998.
Leitung: Martha Robbins. Forschungsassistenz: Agnes Farkes

Habituierung der Gruppen Oruzogo und Kahunje durch Peter Kabano.
Kollaboration mit der Uganda Wildlife Authority, Mithilfe bei der Habituierung dieser Gruppen für den Tourismus, Messung von Verhaltensänderungen der Gorillas zur quantitativen Einschätzung des Habituierungs-Prozesses, Identifizierung und Benennung aller Gruppenmitglieder für die demografische Datenbank.

Bildung für nachhaltige Entwicklung an Grundschulen durch Emily Turinawe & Agnes Farkes.
Monatliche Bildungsarbeit an zwei örtlichen Schulen

Forschungen zu Futterrivalität und den sozialen Beziehungen der Berggorilla-Weibchen in Bwindi
Promotionsprojekt von Edward Wright. Hauptziel dieses Projekts ist die Untersuchung der Rangordnung der Gorillas durch Überprüfen der Nahrungsaufnahme und aggressiver Interaktionen.

Unterschiedliche Verhaltensweisen der Gorillas (Martha Robbins)
Erfassung von Verhaltensweisen, die möglicherweise sozial erlernt wurden und auf soziale Tradition oder Kultur der Gorillas hinweisen. Die Daten werden mit Erhebungen des Karisoke Research Centers in Ruanda und zwei Grüngebieten für westliche Flachlandgorilla in der Zentralafrikanischen Republik verglichen.

Erfassung der Bwindi Berggorillas
Angesetzt für September / Oktober 2011. Die Bestandszahl der vollständigen Population wird erstmals seit der letzten Zählung im Jahr 2006 aktualisiert. Zusätzlich wird eine genetische Analyse durchgeführt. Bereits im März 2011 wurde mit einer ‚Vor-Zählung‘ begonnen, um den Bestand genauer schätzen zu können. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Uganda Wildlife Authority und dem International Gorilla Conservation Program durchgeführt.

‚Gorillas across Africa‘ Meeting, 27. – 30. Juni 2011
Gemeinsam mit dem Zoo von North Carolina werden junge professionelle Umweltschützer und Forscher aus sieben afrikanischen Ländern in Bwindi zusammengebracht. Inhalt dieses Meetings sind Präsentationen und Diskussionen der 40 Teilnehmer.

Demografische Datensammlung von habituierten Gorillas in Bwindi
durch Peter Kabano.
In Kollaboration mit der Uganda Wildlife Association wird hier eng mit den Rangern und Guides, die habituierte Gorilla-Gruppen beobachten, zusammen gearbeitet. Ziel ist es, sicher zu stellen, dass diese alle Gorillas eindeutig identifizieren können. übermittelten demografischen Veränderungen (Geburten, Todesfälle, Wechsel) werden in die demografische Langzeit-Datensammlung aufgenommen. Diese bietet wiederum entscheidende Informationen zur Auswertung der Populationsdynamik.

Gorilla Project Activities Bwindi