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Queen Elizabeth Nationalpark

Im Süden Ugandas, am Fuße des Ruwenzori-Gebirges liegt der wohl bekannteste Nationalpark Ugandas: Der Queen Elizabeth Nationalpark.

Eigentlich verdanken wir diesen Nationalpark – wie so manche andere in Afrika auch – einem ungeliebten Quälgeist: der Tsetsefliege. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Rinderpest bereits viele Hirten aus dem Gebiet im Südwesten Ugandas vertrieben und als Anfang des 20. Jahrhunderts die Schlafkrankheit verstärkt auftrat, wurde die Besiedelung der Region nahezu aufgegeben. 1925 wurde um die Seen George und Edward ein Refugium für Elefanten als Wildschutz-Reservat ausgewiesen. Im Jahr 1952 folgte die Heraufstufung zum Nationalpark bei gleichzeitiger Umbenennung in Kazinga National Park. Der Name stammt von der natürlichen Wasserverbindung zwischen den beiden Seen, dem Kazinga-Kanal. Nur zwei Jahre später hat man den Namen anlässlich eines Besuches der englischen Königin zu ihren Ehren in Queen Elizabeth National Park (QENP) geändert. Während der Schreckensära von Idi Amin trug der Park zeitweise den Namen „Rwenzori National Park“. Er verlor damals leider einen großen Teil seines Wildtierbestandes. Seit 1990 ist eine kontinuierliche Erholung zu registrieren.

Der QENP erstreckt sich über den Äquator im westlichen Teil Ugandas, entlang der kongolesischen Grenze auf Höhen zwischen 900 und 1.400 Metern. Er hat eine Fläche von knapp 2.000 km². Im Norden des Parks erhebt sich das mächtige Ruwenzorigebirge und im Süden liegen der Bwindi Nationalpark und (im Dreiländereck mit der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda) die Virunga-Vulkane. Geteilt wird der QENP in einen nördlichen und einen südlichen Bereich, und zwar durch den o. g. Kazinga-Kanal. Dieser ist etwa 35 km lang und wegen seiner geringen Wassertiefe eine Hochburg der Flusspferde.

Ishasha ist der südliche Teil, wo es die seltenen Baumlöwen gibt - leider werden es immer weniger.

Im nördlichen Teil stellt eine Boots-Pirschfahrt auf dem Kazinga-Kanal die Hauptattraktion dar, sicher auch weil hier die wohl größten Flusspferdvorkommen Afrikas zu finden sind. Vom Boot aus ist es möglich, diesen Tieren sehr nahe zu kommen. Aber auch andere Tiere lassen sich sehr schön beobachten: Krokodile, Nilwarane, Kaffernbüffel, Elefanten und verschiedene Antilopenarten. Ab und zu gelingt es sogar einen Leoparden zu sehen. Nicht zu vergessen sind natürlich die Unmengen von Vögeln: Adler, Eisvögel, Pelikane und verschiedene Reiher- und Storcharten.


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