Waldelefanten – Mondberge Artenschutz-Kalender 2013 © Klotz

Am 14. November werden die USA nun erstmals alle Lagerbestände illegalen und konfiszierten Elfenbeins vernichten. Hierbei handelt es sich um 5,4 Tonnen Elfenbein, das der amerikanische Zoll im Lauf der letzten 25 Jahre beschlagnahmt hat. Ziel dieser Aktion ist es, ein starkes Symbol gegen den illegalen Elfenbeinhandel und die damit verbundene zunehmende Wilderei zu setzen. Die internationale Staatengemeinschaft wurde durch die USA aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen.

Illegaler Handel mit Elfenbein bedroht die Sicherheit vieler Staaten. Terrorgruppen und Bürgerkriege werden über Gewinne aus Elfenbeinhandel finanziert. Auch der al-Shabaab-Angriff in Nairobi wird nach Medienberichten mit illegalem Elfenbeinhandel in Verbindung gebracht. Doch nicht nur dort sondern in vielen anderen Ländern hat der Schmuggel mit Elfenbein alarmierende Ausmaße angenommen. So werden nach Schätzungen von Pro Wildlife jährlich über 30.000 Elefanten Opfer von Wilderern, die immer skrupelloser werden, um an die Stoßzähne zu gelangen.

Natur- und Artenschutzorganisationen fordern daher, dass die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) sich klar zum derzeit noch geltenden internationalen Handelsverbot für Elfenbein bekennen und nicht weiter über zukünftige Handelsfreigaben diskutieren. Nur ein generelles Verbot könne verhindern, dass immer mehr gewildertes Elfenbein als legal deklariertes in Geschäften wie beispielsweise in China verkauft werde, so Pro Wildlife.