In Indien ist erstmals seit mehreren Jahren die Zahl der Tiger wieder gestiegen. So wurden im vergangenen Jahr 1.706 Tiger gezählt, wie die staatliche indische Organisation zum Schutz der Raubtiere „Project Tiger“ bekanntgab. Im Vergleich dazu waren es 2006 nur 1.411 Tiger.

Ein direkter Vergleich der beiden Zahlen ist jedoch nicht zu ziehen, da bei den neuesten Zahlen erstmals die gesamte Fläche des Landes erfasst wurde. Bei der Zählung 2006 wurden die Tiger im schwer zugängliche Gebiet zwischen dem indischen Bundesstaat West Bengal und dem Nachbarland Bangladesch nicht erfasst.

Mehr als die Hälfte der weltweit noch existierenden Tiger lebt in Indien. Neben Wilderei werden die Tiger vor allem durch die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes bedroht. Bislang ist es den Behörden in Indien nicht gelungen, den Rückgang des Tigerbestandes nachhaltig aufzuhalten. So lebten 1947 zur Zeit der Unabhängigkeit Indiens nach ca. 40.000 Tiger im Land und 2002 wurden die Raubkatzen auf 3.700 Tiere geschätzt.

Es bleibt nun zu hoffen, dass die neuesten Zahlen ein ermutigendes Zeichen für den Bestand der Tiger sind.

Afrikas Süden