Weltweite Nahrungsversorgung bedroht

Dass die Zahl der Bienen erschreckend zurückgeht, ist seit längerem bekannt und bedenklich genug. Inzwischen werden aber auch die anderen Bestäuber immer weniger, was gravierende Folgen für die Welternährung haben kann.

Honigbiene im Anflug, © Bernhard Diehl
Honigbiene_Mondberge Artenschutzkalender 2014 © Diehl

Jedes Jahr sorgen die sogenannten Bestäubertiere wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen oder auch Fledermäuse für Ernten im Wert von etwa 200 bis 500 Milliarden Euro und ernähren so Millionen von Menschen. Da unsere fleißigen Helfer in manchen Gebieten aufgrund großer Ackerflächen und Monokulturen keinen Lebensraum mehr finden, sind diese Erträge ernsthaft gefährdet. In manchen Gebieten sind bereits über 40 % der Schmetterlinge und Bienen in Gefahr.

Bechsteinfledermaus - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2015 © Koenig
Bechsteinfledermaus – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2015 © Koenig

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (vergleichbar mit dem Weltklimarat IPCC) warnt mit seinem Bericht, der kürzlich im Rahmen der vierten Vollversammlung  vorgestellt wurde, vor den Auswirkungen. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass dieser kritische Zustand durchaus verbessert werden kann. Das Anpflanzen von Wildblumen – vor allem, aber nicht nur, im Bereich der Landwirtschaft – und der Gebrauch natürlicher Pflanzenschutzmittel statt Pestiziden sind effektive, zeitnah umsetzbare Methoden, die nicht nur den kleinen Bestäubern, sondern der gesamten Menschheit das Überleben sichern können.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.sz-online.de/nachrichten/wissen/rueckgang-der-bestaeuber-bedroht-nahrungsversorgung-weltweit-3334082.html