Jährlich werden mehr als 10 Millionen Tonnen Abfall in den Weltmeeren entsorgt. Vielfach handelt es sich dabei um Plastikmüll, der von den Tieren häufig fälschlicherweise als Nahrung identifiziert wird – mit verheerenden Folgen. Immer mehr Fische und Vögel sterben an den Plastikpartikeln. Erschreckende Bilder verendeter Tiere zeigt ein Beitrag in der n-tv mediathek.

(Foto: Veerle A.I. Huvenne, National Oceanography Centre, University of Southampton)
Kaltwasserkorallen gefangen in einem herrenlosen Netz
Ein Cargo-Netz hat sich in den Darwin Mounds vor der Küste Schottlands in 950 m Tiefe in einer Kolonie von Kaltwasserkorallen verfangen. (Foto: Veerle A.I. Huvenne, National Oceanography Centre, University of Southampton)

Zusätzlich zu dem sichtbaren Müll an der Oberfläche landen ca. 70 % des Abfalls auf dem Meeresgrund. Dort zerfällt der Kunststoff in immer kleinere Partikel, der in Form von Mikroplastik dann sogar in die Nahrungskette gelangt und auf unseren Tellern landen kann.

Auch eine im Fachblatt PLOS ONE veröffentlichte Studie basierend auf einer erstmals großflächig durchgeführten Untersuchung der europäischen Meere ergab, dass alle in Europa untersuchten Meeresregionen durch Müll verschmutzt sind.

Es ist an der Zeit, dieser Entwicklung entgegenzutreten, beispielsweise durch die Reduzierung von Verpackungsmaterialien und härtere Strafen für Umweltsünder.

Zum Beitrag in der n-tv mediathek: Müllhalde Ozean: Plastikpartikel gelangen in den Nahrungskreislauf