Schweinswal © Boris Culik
Schweinswal © Boris Culik

Derzeit werden an den Küsten tausende Windräder in Offshoreparks errichtet. Dies ist mit einem großen Lärmpegel verbunden, da für jedes Windrad ein 800 Tonnen schweres Stahlrohr bis zu 30 Meter in den Meeresboden gerammt werden muss. Dabei kann es leicht zu einem Schallpegel von rund 200 Dezibel in der Nähe der Baustelle kommen. Selbst im Umkreis von 750 Metern haben Forscher der Technischen Universität in Hamburg-Harburg noch 180 Dezibel gemessen. Zum Vergleich: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat den Lärmgrenzwert auf 160 Dezibel festgelegt. Dies entspricht ungefähr einer Oktoberfest-Kapelle an Land, wie ein Forscher im Artikel von Birk Grüling „Laute Windrad-Baustellen können Wale umbringen“ auf Zeit online angibt.

Dieser Lärmpegel ist vor allem für die bereits vom Aussterben bedrohten Schweinswale in Nord- und Ostsee sehr gefährlich. Schweinswale geben Klicklaute von sich. Das Echo dieser Laute nutzen sie zur Erkundung, Orientierung, Werbung um Partner, der Hilfeleistung und Warnung vor Gefahren. Eine Schädigung ihres Gehörs durch den Baulärm ist ein Todesurteil für die Tiere.

Um dies zu verhindern wurden Errichter von Offshorewindparks vom Bundesumweltministerium zu umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen verpflichtet. Zur Einhaltung greifen die Unternehmen auf verschiedene Lärmschutzansätze zurück, wobei das derzeit gängigste Verfahren der Blasenschleier ist. Hierbei werden aufsteigende Luftblasen erzeugt, die die Schallleitfähigkeit des Wassers verändern und damit den Baulärm dämpfen.
Weitere Informationen im Artikel von Birk Grüling auf Zeit online: Laute Windrad-Baustellen können Wale umbringen

Neben dem Baulärm ist ein weiteres Problem für das Überleben der Schweinswale Beifang in der Fischerei. Häufigste Todesursache ist die Kollision mit Netzen. Um dies zukünftig zu verhindern, fördert der Verein Friends of CMS / Freunde der Bonner Konvention ein Forschungsprojekt was durch mondberge.com aus den Erlösen des Artenschutzkalenders 2012 unterstützt wird. Mondberge-Hilfsprojekt: Wale in der Ostsee