Uganda_2012-15 Foto: Andreas Klotz
Berggorilla in Uganda © Andreas Klotz

In Uganda, nahe der Grenze zum Virunga Nationalpark wurde Erdöl gefunden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Dies bedeutet eine weitere Erhöhung des Drucks auf den Virunga Nationalpark, dort die Förderung von Erdöl zu erlauben. Da dies jedoch das UNESCO Weltnaturerbe und die Heimat für Berggorillas unwiderruflich zerstören würde, setzen sich Umweltschützer bereits seit einiger Zeit gegen eine Förderung von Erdöl im Virunga Nationalpark ein.

Aktuell versucht der WWF mittels einer offiziellen Beschwerde bei der OECD gegen die Erdölfirma SOCO International PLC vorzugehen und somit die Förderung von Erdöl im Park zu verhindern. Die Argumentation des WWF: „Die britische Ölfirma SOCO gefährdet im Virunga-Nationalpark Menschen, Tiere und ihre Lebensräume – und verletzt damit die Umwelt- und Menschenrechtsrichtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).“ Wie die Entscheidung der OECD ausfallen wird, ist noch unklar. Nach Einreichung der Beschwerde hat die OECD einige Monate Zeit, die Hintergründe zu prüfen.

Auch eine Petition zum Erhalt des Virunga Nationalparks soll dazu beitragen, die Ölbohrungen im Park zu verhindern. Bereits mehr als 420.000 Menschen haben die Petition unterzeichnet und sagen damit: Bis hierher und nicht weiter – Keine Ölbohrungen in Afrikas ältestem Nationalpark.

Eine Alternative zur Erdölförderung ist die nachhaltige Bewirtschaftung des Virunga Nationalparks. Unter dieser Voraussetzung wird das wirtschaftliche Potential des Parks gemäß einer Studie mit 1,1 Milliarden US-Dollar jährlich beziffert.

Weitere Informationen:
Welt.de: Erdölfunde bedrohen Berggorillas im Kongo
WWF: WWF mit der OECD gegen SOCO
WWF: Petition zum Erhalt des Virunga Nationalparks