Bildband Afrikas Süden © Dagmar Beutelmeyer
Bildband Afrikas Süden © Dagmar Beutelmeyer

Eine Studie des Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Goethe Universität Frankfurt zeigt, dass weite Teile der afrikanischen Savanne bis zum Jahr 2100 zu Wäldern werden könnten. Dies hätte fatale Folgen für zahlreiche Pflanzenarten und die in der Savanne lebenden großen Tiere Afrikas, wie beispielsweise Elefanten, Zebras und Giraffen.

Hintergrund dieser Ergebnisse ist ein Modell der Wissenschaftler Steven Higgins und Simon Scheiter. Die Forscher haben durch eine Simulationsstudie ermittelt, dass die Savanne zu Wald wird, wenn sich der CO2-Gehalt in der Atmosphäre weiter so entwickelt, wie bisher.
In der Savanne kämpfen Gräser und Bäume um die Vorherrschaft und reagieren dabei unterschiedlich auf Schwankungen von Temperatur, CO2-Gehalt in der Atmosphäre oder das Auftreten von Feuern. Ein erhöhter CO2-Gehalt begünstigt die Entstehung von Wäldern, während hohe Temperaturen günstiger für Gräser sind. Demzufolge wird der Umbruch von Savannen-Landschaften zu Wäldern nicht überall gleichzeitig erfolgen, die Entwicklung hin zu mehr Bäumen geht mit dem aktuellen CO2-Anstieg laut Higgins jedoch nun erst richtig los.

Folge dieser Veränderung der Landschaft von Graslandschaften hin zu Wäldern ist der Verlust einer einzigartigen Flora und Fauna. Nach Aussage der Forscher ist der Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre daher ein weiterer Stressfaktor für das bereits durch Überweidung, Plantagenwirtschaft und Ackerbau stark beanspruchte Ökosystem und es sollten Schritte unternommen werden, diese Veränderung der Landschaft zu verhindern.

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