Vereinte Hilfe für Menschenaffen

Nur durch aktive Einbindung und Unterstützung der örtlichen Bevölkerung kann der Lebensraum der letzten Berggorillas bewahrt werden. Verschiedene Projekte zeigen schon nach wenigen Jahren bemerkenswerte Erfolge.

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Berggorillafamilie im Kongo © Andreas Klotz

Die weltweit letzten Berggorillas leben Im Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, unter anderem im Regenwald des Virunga Nationalparks. Um den Lebensraum und damit das Überleben der sanften Riesen zu sichern, hat unter anderem der WWF hier verschiedene Projekte initiiert.

Die Bevölkerung rund um den Nationalpark wächst und kämpft gegen die Armut. Strom und Heizmaterial sind knapp, es gibt wenige Arbeitsplätze und Holzkohle kann sich kaum jemand leisten. Es ist also durchaus verständlich, dass in dem geschützten Gebiet immer wieder illegal Holz geschlagen wird. Seit der WWF jedoch in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort außerhalb der Nationalparkgrenzen Holzplantagen errichtet, ist der Prozentsatz des illegalen Holzschlags beachtlich gesunken. Innerhalb von knapp 10 Jahren haben 7.000 Bauern hier bereits 21 Millionen Bäume gepflanzt.

Kongo_2012-4 Foto: Andreas Klotz
Gorillamännchen im Kongo © Andreas Klotz

Darüber hinaus konnten ca. 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Einheimische Handwerker produzieren beispielsweise nun effiziente und für die Bevölkerung bezahlbare Öfen. Weitere rund 300 Menschen haben in der Bienenzucht Beschäftigung gefunden. Der regionale Verkauf des Honigs trägt nennenswert zur Verbesserung der Lebensumstände der Einwohner und somit auch zum Schutz der Berggorillas bei.

Nachhaltige Kooperationen scheinen in diesen kritischen Zeiten die vielversprechendste Lösung zu bieten. Gemeinsam mit dem Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. führt Mondberge ein langfristiges Hilfsprojekt im Bwindi Nationalpark in Uganda durch. Mit diversen Aktivitäten wird die regionale Bevölkerung aktiv unterstützt, z. B. in Form einer ‘Baumschule’, die den Kindern die Natur und den Wert des Umweltschutzes näherbringt – in Theorie und Praxis. Hier lernen sie u. a., selbst Bäume anzupflanzen. Eine der größten Belastungen für Bwindis lokale Bevölkerung ist der hohe Bedarf an Holz als Brennmaterial zum Kochen und als Baustoff. Die Baumschulen dienen als interaktives Klassenzimmer und geben den Kindern die Möglichkeit, aktiv an den Prozessen der Keimung, des Gartenbaus und der Baumanpflanzung teilzunehmen. Sobald die Jungpflanzen endgültig eingepflanzt werden können, behält jede Schule einige Exemplare und der Rest wird an die Familien der Kinder verteilt. Das Holz, das in den Baumschulen gewonnen wird, dient letztendlich als nachhaltiges Mittel zur Bevorratung von Baustoff für Projekte der Schule und der Familien der Kinder.

Baumschule Uganda © mondberge.com
Baumschule Uganda © mondberge.com

Mit dem Kauf des Fotobildbandes ‚Perle Afrikas‘ (auch als preisgekrönte Limited oder Black Edition verfügbar) können auch Sie zum Schutz der letzten frei lebenden Berggorillas, des Regenwaldes und zur Hilfe zur Selbsthilfe der Menschen in Uganda beitragen. Das Buch zeigt Impressionen aus Uganda in exzellenter Druckqualität!

Perle Afrikas