Mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen die CITES-Mitgliedsstaaten heute auf der Artenschutzkonferenz in Bangkok einen verbesserten Schutz für bedrohte Hai- und Mantaarten. Diese Arten werden nun im Anhang II des Artenschutzabkommens gelistet. Das heißt, sie dürfen nur noch mit Fanglizenzen gefischt werden und Lizenzgeber müssen nachweisen, dass das Überleben der Art durch die genehmigte Menge nicht gefährdet ist.

Viele Haiarten sind stark vom Aussterben bedroht. In den letzten Jahrzehnten sind die Haibestände in vielen Meeresregionen um bis zu 90 Prozent zurückgegangen. Gründe dafür liegen in der Zunahme des Verzehrs von Haifischsteak in Europa sowie im Appetit der Asiaten auf Haifischflossen. In asiatischen Ländern gelten die Flossen als Delikatesse und der wachsende Wohlstand hat die Nachfrage stark ansteigen lassen. Um an die Haifischflossen zu gelangen, werden Haie oftmals bei lebendigem Leibe zerstückelt. Umweltverbände hoffen nun, dass dieses Vorgehen aufgrund der Entscheidung der CITES Mitgliedsstaaten zukünftig verhindert wird und dass es gelingen wird die Haifischbestände zu stabilisieren.

Weitere Informationen: WWF: Ein Herz für Haie