Menschenaffen - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hof
Menschenaffen – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hof

Wildlebende Menschenaffen kommen immer häufiger in Kontakt mit Krankheitserregern, die bislang für ihr Leben keine Rolle spielten. Durch den zunehmenden Kontakt mit Menschen, beispielsweise durch Forschungsprojekte, Tourismus und Kontakt mit Bewohnern rund um Schutzgebiete erhöht sich jedoch das Krankheitsrisiko. Die Übertragung menschlicher Atemwegserkrankungen wie Husten und grippale Infekte kann zu einer Gefahr für wildlebende Menschenaffen werden.

Um diese Gefahr näher zu erforschen und herauszufinden, ob die bislang entwickelten Vorsorgemaßnahmen wie z. B. das Tragen eines Mundschutzes oder Quarantäne sinnvolle Maßnahmen sind, hat der Europäische Zooverband EAZA nun Fördermittel für den Zoo Leipzig, das Robert Koch-Institut, WWF Deutschland und das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zur Verfügung gestellt. Es wird ein Vorsorgeprojekt in West- und Zentralafrika gefördert, das systematisch die Krankheitsbedrohung von Menschenaffen durch menschliche Atemwegserkrankungen erforschen und angepasste Gegenmaßnahmen erarbeiten soll.

Weitere Informationen: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie