Eisbaer - Mondberge Artenschutzkalender 2015 © Beck
Eisbaer – Mondberge Artenschutzkalender 2015 © Beck

Auf der 11. internationalen Artenschutzkonferenz der 120 Vertragsstaaten der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) in Ecuador wurden Beschlüsse für einen erweiterten Schutz von 31 Arten gefasst. Hierzu gehören 21 Hai-, Rochen und Sägefischarten, die durch Überfischung und Beifang zunehmend in ihren Beständen gefährdet sind. Auch der Eisbär, ebenso wie der Schnabelwal, bestimmte Zugvögel und zentralasiatische Steppentiere können in Zukunft mit größeren Schutzanstrengungen der Staatengemeinschaft rechnen.

So haben die Staaten beispielsweise eine Resolution angenommen, die sich für ein Verbot von bleihaltiger Munition ausspricht. Bleivergiftungen zählen zu den häufigsten Todesursachen für einige Vogelarten. Zudem wurde ein Aktionsplan zum Schutz terrestrischer Vogelarten für die Region Afrika / Eurasien verabschiedet, der die zahlreichen wandernden Singvogelarten dieser Regionen auf ihren Zug-Wegen und in ihren Sommer- und Winterquartieren schützen soll.

Doch es ist nicht in allen Bereichen gelungen, einen Konsens zu erzielen. So wurde der Antrag zum Schutz der Löwen zurückgezogen. Auch auf eine Erhöhung des Etats konnten sich die Mitgliedsstaaten ebenso wenig einigen, wie darauf, ein Verfahren auszuarbeiten, dass bei der Nichteinhaltung von Schutzmaßnahmen greift. Es wurde jedoch vereinbart, dass sich der ständige CMS-Ausschuss mit dieser Frage beschäftigt und seine Folgerungen bei der nächsten Konferenz 2017 auf den Philippinen vorstellt.