Ngamba Island Schimpanse © M. Matschuck

Wie die ugandische Stiftung Chimpanzee Wildlife Conservation Trust feststellen musste, ist aufgrund der zunehmenden Armut in Uganda ein Anstieg der Jagd auf Affen zu verzeichnen. Neben dem Fleisch von Stummelaffen und Pavianen wird auf den Märkten neuerdings auch Schimpansenfleisch angeboten.

Schimpansen gehören laut roter Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) zu den bedrohten Arten. In Uganda leben Schätzungen zu Folge noch ca. 5.000 Tiere. Doch wenn die Bevölkerung nun Jagd auf Schimpansen macht ist die Gefahr groß, dass es bald keine Schimpansen mehr in Uganda geben wird.

Mit Aufklärungskampagnen soll die Bevölkerung nun sensibilisiert werden, die Jagd auf die unter Schutz stehenden Schimpansen wieder einzustellen. Zugpferd dabei ist das Argument „Tourismus“ und die Einnahmen die dadurch ins Land kommen. Nur oftmals erreichen diese Einnahmen die lokale Bevölkerung nicht. Um der Armut zu begegnen gehen die Menschen ungewöhnliche Wege. Dazu gehört – entgegen ihrer Gewohnheit – leider auch die Jagd auf Schimpansen.

Abgesehen von der Gefahr für das Überleben der Schimpansen, ist mit dem Verzehr von Affenfleisch auch eine unmittelbare Gefahr für die Menschen verbunden. So können laut Stiftung Chimpanzee Wildlife Conservation Trust durch das Essen von Affenfleisch Krankheiten wie Ebola übertragen werden. Da es sich dabei um eine ansteckende Krankheit handelt, können dann auch Menschen infiziert werden, die kein Affenfleisch essen.

Nicole Macheroux-Denault berichtet in ihrem Artikel „In Uganda ist die Jagd auf Affenfleisch eröffnet“ auf Welt Online über diese zunehmende Jagd auf Schimpansen und erzählt sehr anschaulich die Geschichten, die dahinter stehen.
Welt online: In Uganda ist die Jagd auf Affenfleisch eröffnet