Über 120.000 Tote

In Zentralkasachstan verenden binnen kürzester Zeit massenweise Saiga-Antilopen

Das bislang ungeklärte Sterben von 120.000 Saiga-Antilopen, deren Art ohnehin bedroht ist, bedeutet, wie vom UNEP bestätigt, den Verlust von mehr als einem Drittel des weltweiten Bestandes. Und die Katastrophe noch nicht vorbei – die Zahl der verendeten Tiere erhöht sich von Stunde zu Stunde – hauptsächlich Kühe und Kälber.

Als Ursache vermuten Experten eine Art Seuche oder eine Kombination aus Bakterien und Umwelteinflüssen. Die Tiere haben Schaum vor dem Mund und Durchfall. Genaueres ist nicht bekannt. Es ist sogar zu befürchten, dass die Hintergründe – wie bereits bei ähnlichen Fällen in den Jahren 1984, 1988 und 2010 – nicht vollständig geklärt werden können. Hoffnung bieten allerdings Fortschritte in der Wissenschaft sowie der bereits laufende Einsatz eines Expertenteams und hunderter Helfer.

Da ihren Hörnern in der asiatischen Medizin heilsame Wirkung nachgesagt wird, kämpfen die Saiga-Antilopen ohnehin ums Überleben und werden von Wilderern gejagt.

Ausführlichere Informationen finden Sie unter
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article141595477/Mysterioeses-Massensterben-der-Saiga-Antilopen.html
http://www.n-tv.de/wissen/120-000-Saiga-Antilopen-verenden-article15192041.html
http://www.unep.org/newscentre/default.aspx?DocumentID=26816&ArticleID=35061 (englisch)