Tiger ® Martin Ruhnke
Tiger ® Martin Ruhnke

Das oberste Gericht Indiens hatte mit seiner Entscheidung, Touristen aus den Kernzonen der Tigerreservate zu verbannen für große Aufregung bei Vertretern von Natur- und Tierschutzorganisationen gesorgt, da sie negative Folgen für die Tiger und für die Menschen vor Ort befürchteten.

Nachdem das indische Umwelt- und Forstministerium eine schriftliche Anfrage beim Obersten Gerichtshof eingereicht hatte, mit der Bitte, die Entscheidung zu überdenken, fand vor einigen Tagen eine Anhörung zum Thema statt. Die Richter ließen erkennen, dass sie nicht für eine dauerhafte Sperrung der Kernzonen sind, machten aber deutlich, dass die Aufhebung der Sperrung an den Erlass klarer Richtlinien und Regelungen für den Öko-Tourismus gebunden seien. Denn nur dann könne sichergestellt werden, dass Tigertourismus tatsächlich nicht zu weiterem Artenschwund führe sondern sowohl für das Überleben der Tiger als auch für die Menschen vor Ort positive Auswirkungen habe.

Die Nationalparks sind üblicherweise von Juni bis Ende September geschlossen, die Saison beginnt wieder im Oktober. Mit einer endgültigen Entscheidung des obersten Gerichts wird am 27. September gerechnet. Bis dahin haben die Verantwortlichen Zeit, zusammen mit den unterschiedlichen Interessenvertretern verbindliche Regelungen zu erarbeiten und mit der Umsetzung zu beginnen.

Weitere Informationen auf Indien Aktuell: Zwischenstand: Einschränkung der Tigersafaris in indischen Nationalparks