Im Jahr 1973 ist der Tag des Artenschutzes im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens eingeführt worden und findet jährlich am 03. März statt. Im Jahr 2011 beziffert der WWF die Anzahl der besonders stark vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten mit 3.559. Dies zeigt, dass die weltweiten Artenschutzbemühungen noch lange nicht ausreichen und dass das menschenverursachte Artensterben unvermindert weitergeht. 791 der auf der roten Liste vermerkten Arten sind voraussichtlich ausgelöscht. Der WWF geht jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegt. Viele Arten sterben aus, bevor sie überhaupt entdeckt werden. So seien von den schätzungsweise weit über eine Millionen Tierarten auf der Erde gerade einmal knapp 43.000 in der Roten Liste erfasst. Die Hauptgründe für den weltweiten Artenschwund sind nach WWF-Einschätzung hauptsächlich vom Menschen verursacht: Klimawandel, Raubbau, Wilderei und Lebensraumzerstörung.

Laut Voker Homes, Leiter Artenschutz des WWF Deutschland ist Artensterben grundsätzlich ein natürliches Phänomen, das es schon immer gegeben hat, jedoch sei die Aussterberate heutzutage durch den Einfluss des Menschen bis zu zehntausendmal höher als unter natürlichen Bedingungen.

Konsequenz darauf sollte laut WWF daher die Einrichtung eines „globalen Schutzschirm für bedrohte Arten“ sein. Ein weltweites Maßnahmenpaket unter Einbeziehung der internationalen Staatengemeinschaft sei die einzige Chance, um das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier überhaupt noch aufhalten zu können.

Die Erfolgsmeldungen vergangener Jahre, wie beispielsweise die Erholung der Bestände von Amurtiger, Berggorilla oder Buckelwal zeigen, dass engagierte Schutzmaßnahmen zum Ziel führen können.
http://www.wwf.de/presse/details/news/zahl_des_tages_3559_tier_und_pflanzenarten_vom_aussterben_bedroht/