Nashörner zählen zu den bedrohten Arten und sind weltweit geschützt. Dennoch hat die illegale Jagd auf die Tiere in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Ein Hauptgrund hierfür ist, dass in Asien dem Horn der Tiere Wunderkräfte zugesprochen werden und das Horn in pulverisierter Form als Heilmittel eingesetzt wird. Dies hat aufgrund der wachsenden Märkte in Asien und der gestiegenen Kaufkraft insbesondere in China zu einer verstärkten Nachfrage nach dem Horn der Tiere geführt. Der Preis für das Horn ist so stark gestiegen, dass er an den von Kokain heranreicht. Daraus resultiert eine verstärkte illegale Jagd auf Nashörner, die auch vor den Nationalparks und Gebieten in denen die Tiere durch Ranger besonders geschützt werden, nicht halt macht.
Die größte Anzahl an in freier Wildbahn lebenden Nashörnern findet sich in Südafrika. Insbesondere dort ist die Anzahl der gewilderten Tiere in den letzten Jahren sehr stark angestiegen.

Nun fordert die EU strengere Handelskontrollen, um dieser illegalen Jagd und dem Verkauf des Nashorns nach Asien Einhalt zu gebieten. Bei der Sitzung des Ständigen Ausschusses des Artenschutzabkommens CITES wurde Ende August eine Arbeitsgruppe gebildet, die konkrete Schritte planen soll.
In Reaktion auf diese Maßnahmen hat das Südafrikanische Department of Environmental Affairs durch Ministerin Edna Molewa ein Statement herausgegeben, dass zum einen die alarmierenden Zahlen der illegalen Jagd von Nashörnern bestätigt, zudem aber aufzeigt, dass auch Gegenmaßnahmen ergriffen werden, die intensiviert werden sollen. Nach Aussage von Molewa sind illegale Jagd und der Missbrauch des „Permit-Systems“, die Hauptbedrohungen, die Einfluss auf das Überleben der Nashörner in der Zukunft haben. Um diese Stellgrößen positiv zu beeinflussen, setzt man auf eine verstärkte Zusammenarbeit der Behörden, eine zügigere Bearbeitung von Fällen, die mit Nashorn-Wilderei in Zusammenhang stehen und ergreift Maßnahmen für eine stärkere Kontrolle des Permit-Systems, dass den legalen Bereich der Jagd auf Nashörner regelt.
Weitere Informationen erhalten Sie im Statement des Department of Environmental Affairs Südafrika sowie bei ProWildlife.

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