Spürnasen für den Artenschutz

Wie der Geruchssinn von Hunden Gorillas hilft

Berggorilla © mondberge.com
Berggorilla © mondberge.com

Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie haben herausgefunden, dass Spürhunde beim Schutz bedrohter Gorillas einen bemerkenswerten Beitrag leisten können.

Aufgrund ihres außerordentlichen Geruchssinns werden speziell trainierte Hunde bereits seit langem bei der gezielten Suche nach Substanzen wie Rauschgift oder Sprengstoff eingesetzt. Diese Fähigkeit findet nun auch im Artenschutz Verwendung.

Beim Aufspüren von wildlebenden Gorillas folgen Ranger und Forscher den ‚Hinterlassenschaften‘ der Gesuchten. In einem Feldversuch folgten zwei Teams, eines mit und eines ohne Spürhunde, den Spuren von Cross River Gorillas im Grenzgebiet von Kamerun und Nigeria. Das Ergebnis ist eigentlich wenig überraschend: Das von Hunden begleitete Team konnte weit mehr Kotfunde verzeichnen (im Tagesdurchschnitt 0,9 – 1,4 gegenüber nur 0,4).

Für den Schutz und die Erforschung bedrohter Tierarten, wie den Cross River Gorillas, deren Zahl auf etwa 250 Exemplare geschätzt wird, sind Kotproben beispielsweise zur Zählung und genetischen Untersuchung äußerst bedeutsam.

Auch wenn Spürhunden derzeit hauptsächlich aus finanziellen Gründen noch nicht umfänglich eingesetzt werden können und die Methode sicherlich noch ausgereift werden muss, so birgt ihr Talent doch entscheidende Möglichkeiten, den Artenschutz zu unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie u. a. hier:
Bericht Frankfurter Rundschau