Selfie-Wahn tötet jungen Delfin

An einem Strand in Argentinien hielten die Badegäste ein Delfinbaby solange für Fotoaufnahmen in ihre Kameras bis das Tier aufgrund von Wassermangel und der starken Sonneneinstrahlung verstarb.

Delfin © Michael Matschuck
Delfin © Michael Matschuck

Es klingt und sieht aus wie eine Szene aus einem schlechten Film: um ihn zu streicheln und ein schickes Urlaubsfoto zu bekommen, hielt eine Gruppe von amüsierten Urlaubern einen jungen La-Plata-Delfin wie einen Siegerpokal. Nur ein paar Frauen protestierten im Hintergrund. Immer mehr Menschen sammelten sich um das sterbende Tier. Geschmackloser kann ein Erinnerungsfoto wohl kaum sein.

Die auch als Franciscana-Delfine bekannten Meeresbewohner sind stark vom Aussterben bedroht. Laut der IUCN gibt es lediglich noch etwa 30.000 Exemplare. Viele von ihnen verenden in Fischernetzen.

Diverse Tierschutzorganisationen veröffentlichten umgehend mahnende und aufklärende Hinweise im Internet, aber es bleibt doch äußerst beschämend, dass Menschen in einer derartigen Situation so wenig Verstand und Mitgefühl aufbringen.

Weitere Informationen und Bilder zu diesem tragischen Vorfall finden Sie unter
http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/argentinien–baby-delfin-stirbt-nach-selfie-marathon-mit-touristen-6705536.html
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/argentinien-delfin-baby-stirbt-nach-touristen-selfie-14079027.html