Korallenriff Fiji © Hettich
Symbolbild: Korallenriff Fiji – Mondberge Artenschutzkalender 2014 © Hettich

Die Gefahr einer Schwächung der Meeresbewohner durch eine Versauerung der Ozeane nimmt in den kommenden Jahren stark zu, wird der Kohlendioxid-Ausstoß nicht deutlich reduziert.
Verursacht wird diese Versauerung (Abnahme des pH-Wertes des Meerwassers) weil die Ozeane vermehrt Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Erdatmosphäre aufnehmen. Je mehr Kohlendioxid aufgenommen wird, desto mehr Kohlensäure bildet sich. Hierunter leiden vor allem Korallen, Krebse und Muscheln sowie andere Organismen mit Kalkschalen, da die Kalkbildung mit steigendem CO2-Gehalt immer schwieriger wird bzw. sich die Kalkschalen sogar auflösen.

Zu den durch die Versauerung bedrohten Meerestieren zählt laut einem Artikel von Forschern in der Zeitschrift „Nature Climate Change“ auch Antarktischer Krill. Dieser spielt als Nahrungsquelle eine Schlüsselrolle für viele Meerestiere wie beispielsweise Wale und Pinguine. Wird der Kohlendioxid-Ausstoß nicht deutlich reduziert, so rechnen die Forscher bis zum Jahr 2300 mit einem Kollabieren der Krill-Population mit verheerenden Folgen für die Tierwelt der Antarktis.

Und auch Fische sind von dem sinkenden pH-Wert betroffen, wie Forschungen des Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung zeigen. Insbesondere zu Beginn ihres Lebens reagieren Fischlarven und Fische empfindlich auf saures Wasser, da noch nicht alle Mechanismen ausgebildet sind, um in einer Umgebung mit einem erhöhten CO2-Gehalt zurechtzukommen.

Weitergehende Informationen zur Ozeanversauerung:
Die Welt: Versauerung der Ozeane schwächt Meeresbewohner
Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung: Im Fokus: Ozeanversauerung – Der böse Zwilling der Klimaerwärmung