Schweinswal © Boris Culik
Schweinswal © Boris Culik

Zum 01. Dezember setzte das Bundesumweltministerium ein Schallschutzkonzept zum Schutz der Schweinswale in Kraft. Insbesondere in der Zeit der Aufzucht ihres Nachwuchses sollen Schweinswale mit Hilfe dieses Konzeptes vor Lärm geschützt werden, der besonders beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen entsteht.

Schweinswale sind auf ihr Gehör angewiesen. Sie geben Klicklaute von sich. Das Echo dieser Laute nutzen sie zur Erkundung, Orientierung, Werbung um Partner, der Hilfeleistung und Warnung vor Gefahren. Eine Schädigung ihres Gehörs durch den Baulärm ist ein Todesurteil für die Tiere.

Dieses neue Schallschutzkonzept, das dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) als Grundlage zukünftiger Genehmigungen dient, soll einen naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windkraft ermöglicht. Das Rammen der Fundamente für die Windkraftanlagen muss demnach zeitlich so organisiert werden, dass den Schweinswalen immer ein ausreichend großer Rückzugsraum bleibt. Besonderen Schutz genießt ein Gebiet vor Sylt – die sogenannte Kinderstube der Schweinswale in Deutschland, wo von Mai bis August besonders viele Kälber geboren und aufgezogen werden.

Grundsätzlich begrüßen Umweltverbände dieses Konzept. Ein großer Kritikpunkt ist jedoch, dass es bislang ausschließlich für den von Deutschland bewirtschafteten Bereich der Nordsee jenseits des Küstenmeeres gilt und nicht auf die Ostsee angewendet wird.

Auf der Homepage des Bundesamts für Naturschutz sind weitere Einzelheiten zum Schallschutzkonzept abrufbar: Windenergienutzung Offshore