Schmelzende Mondberge

Dem afrikanischen Ruwenzori-Gebirge, UNESCO Weltkulturerbe und Heimat diverser seltener Tier- und Pflanzenarten, drohen massive Folgen durch den Klimawandel.

Der noch vergletscherte Gipfel des Mount Stanley im Ruwenzori © Radmila Kerl
Der noch vergletscherte Gipfel des Mount Stanley im Ruwenzori © Radmila Kerl

Den umgangssprachlichen Namen Mondberge trägt das Nationalparkgebiet im Westen Ugandas wohl zu recht. Mystische, vielfältige Landschaften, eine verwunschen erscheinende Flora und die einmalige Tierwelt vermitteln den Eindruck einer anderen, wundervoll unberührten Welt. Einst bedeckte ein 6 ½ km² großer Eispanzer die Gipfel des Massivs, lediglich 1 km² ist verblieben. Obgleich es keine permanenten Beobachtungen in der Region gibt, weiß man beispielsweise, dass sich die Eisfläche zwischen 1987 und 2003 halbiert hat.

Neueste Forschungsergebnisse geben Grund zur Befürchtung, dass die Eisfelder, die derzeit noch die Bergspitzen in ca. 5000 m Höhe bedecken, bis 2030 gänzlich verschwunden sein werden. Schon jetzt sind Regen- und Trockenzeiten kaum noch abzusehen. Schmelzen die Gletscher in befürchtetem Maße, so drohen Überschwemmungen und Lawinen die prächtige Vegetation zu zerstören und die Menschen vor Ort in Hunger und Armut zu treiben.

Ruwenzori – Malerischer Wasserfall © mondberge.com
Ruwenzori – Malerischer Wasserfall © mondberge.com
Am Rande des Ruwenzori © mondberge.com
Am Rande des Ruwenzori © mondberge.com

Die Gletscher von „Afrikas Alpen“ sind aber nicht nur für die unmittelbare Umgebung von existenzieller Bedeutung, sie speisen auch Afrikas größte Flüsse – den Nil wie auch den Kongo. Die fatalen Auswirkungen, die das Versiegen dieser Quelle mit sich bringt, sind leicht vorstellbar und dürften schnell sichtbar werden. Bereits heute sind erste Folgen dieser tragischen Entwicklung eingetreten. Hochwasser zerstören im Wechsel mit immer längeren Dürreperioden die hart erarbeitete Infrastruktur wie auch die Ernten der Anwohner.

Nicht zuletzt ist natürlich auch die Tourismusbranche der Region gefährdet. Es bleibt zu hoffen, dass die Besucherzahlen vor dem Verschwinden der legendären Mondberge noch einmal steigen, um zumindest das Andenken an diese fantastische, unverwechselbare Welt zu bewahren.

Mystische Mondberge © Frank Hanel
Mystische Mondberge © Frank Hanel
Trekking durch die spektakulären Regen- und Bergwälder des Ruwenzori © Frank Hanel
Trekking durch die spektakulären Regen- und Bergwälder des Ruwenzori © Frank Hanel

Einen umfassenden Artikel und viele weitere Links zu diesem Thema finden Sie unter

https://www.pressetext.com/news/20160720019#news/20160719020

Zudem finden Sie unter folgendem Link ein aktuelles Video zu der ökologischen Entwicklung (englisch):

https://www.youtube.com/watch?v=szZ15fFdilw

 

Wenn auch Sie einen Beitrag zum Schutz dieser außergewöhnlichen Region, ihrer Menschen und Tiere leisten wollen, empfehlen wir beispielsweise den Kauf des Fotobildbandes „Perle Afrikas“.

Auf 208 Seiten werden im Großformat (240 x 320 mm) Impressionen aus Uganda gezeigt: beeindruckende Aufnahmen der letzten frei lebenden Berggorillas im Nebelwald, exotische Riesenpflanzen, mystische Landschaften und schneebedeckte Gipfel der nahezu unbekannten Ruwenzori-Mondberge, Safari-Impressionen, z. B. von kämpfenden Flusspferden und Elefanten. Abgerundet wird die Vielfalt durch Bananenmarkt-Szenen und Portraits freundlicher Menschen aus Uganda, definitiv auch heute noch die „Perle Afrikas“, wie dieses Buch eindrucksvoll beweist.

Die kompletten Erlöse fließen langfristigen Hilfsprojekten zu.

Perle Afrikas