Symbolbild: Schimpanse Ngamba Island © Michael Matschuck

Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig und der Universität Amsterdam haben im Rahmen umfangreicher Erhebungen in der Region Uele im Norden der Demokratischen Republik Kongo eine Schimpansen-Population entdeckt, wie sie im Fachjournal Biological Conservation (05.02.2014, DOI: 10.1016/j.biocon.2014.01.002) veröffentlichten. Bei diesen Tieren handelt es sich um eine große Population von Östlichen Schimpansen, einer Unterart des Schimpansen. Nach Aussagen der Forscher deuten die 2005 und 2012 erhobenen Daten darauf hin, dass die Populationsgröße der Tiere innerhalb dieses Zeitraums stabil geblieben ist. Demnach sollte dieses Gebiet den Wissenschaftlern zufolge eine hohe Priorität für den Schutz der Östlichen Schimpansen erhalten.

Schimpansen gehören laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) zu den bedrohten Arten und die Organisation schätzt den Gesamtbestand an Schimpansen auf nur noch etwa 300.000 Tiere. Dabei variieren die Bestandszahlen der einzelnen Unterarten stark.

Gründe für die starke Gefährdung der Schimpansen sind die Abholzung der Wälder, Wilderei und illegaler Handel mit ihrem Fleisch („Bushmeat“). Selbst in Schutzgebieten und Nationalparks sind die Schimpansen in vielen Fällen nicht vor Wilderern und der Zerstörung ihres Lebensraumes geschützt.

Weitere Informationen: Max-Planck-Gesellschaft: Neue Schimpansenpopulation entdeckt