Schweinswal © Boris Culik
Schweinswal © Boris Culik

Schweinswale gehören zu den stark vom Aussterben bedrohten Arten. In der westlichen Ostsee ist die Schweinswalpopulation nach Expertengutachten in den letzten Jahren um 60 % zurückgegangen. Hauptproblem für das Überleben der Schweinswale ist Beifang in der Fischerei. Häufigste Todesursache ist die Kollision mit Netzen.

Im Rahmen von ASCOBANS (Agreement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic, North East Atlantic, Irish and North Seas) einem Übereinkommen zum Schutz von Kleinwalen, sollen auch Schweinswale besser geschützt werden. Hierzu lag der Entwurf eines Rettungsplanes vor, der zum Ziel hatte, den Beifang von Walen „gegen Null“ zu reduzieren. Jedoch wurde dieser Entwurf beim Treffen vergangene Woche in Brighton mit den Stimmen Deutschlands, Dänemarks und Schwedens stark abgeschwächt. Der Kompromiss lautet nun, dass „so wenig wie möglich“ Schweinswale mitgefangen werden sollten. Eine genaue Definition von „möglich“ und wer darüber bestimmt, bleibt offen. Weitere notwendige Maßnahmen, wie etwa fischereifreie Schutzgebiete oder Stellnetzverbote wurden nicht vereinbart.

Diese Abschwächung des Rettungsplanes bedeutet einen großen Rückschritt für den Schutz der Schweinswale und für das Überleben der Tiere.

Mondberge setzt sich mit einem Hilfsprojekt für den Schutz der Schweinswale in der Ostsee ein. So wurde aus den Erlösen des Mondberge Artenschutzkalenders 2012 ein Forschungsprojekt der Friends of CMS / Freunde der Bonner Konvention zur Entwicklung eines neuartigen Warngerätes für Schweinswale unterstützt.

Weitere Informationen zum Hilfsprojekt für den Schutz der Schweinswale in der Ostsee