Waldelefanten – Mondberge Artenschutz-Kalender 2013 © Klotz

Mitte Februar trafen sich ca. 50 Regierungschefs in London zu einem internationalen Gipfel, Thema: Illegaler Wildtierhandel. Eines der Ziele der Konferenz war es, Lösungen zu finden, um die Nachfrage nach Produkten mit bedrohten Arten einzudämmen.

Illegaler Handel mit geschützten Arten steht weltweit gemäß Pro Wildlife nach Drogenhandel, Produktpiraterie und Menschenhandel an vierter Stelle illegaler Geschäfte. Jährlich werden ca. 14 Milliarden Dollar mit illegalem Handel geschützter Arten umgesetzt. Wilderer finden immer wieder Schlupflöcher, indem sie beispielsweise illegale Produkte falsch deklariert auf den legalen Markt bringen. Zudem sind die Strafen für Wilderei bislang gering in Relation zu den extrem hohen Gewinnmargen, die erzielt werden.

Neben dem Verlust gefährdeter Arten bedroht illegaler Handel zudem die Sicherheit vieler Staaten, da oftmals Terrorgruppen und Bürgerkriege über Gewinne aus diesem Handel finanziert werden.

Um diesen Entwicklungen entgegenzutreten unterzeichneten 45 Regierungsvertreter in London eine Deklaration, die Regierungen dazu auffordert, die Lagerbestände beschlagnahmter Wildtierprodukte zu zerstören. Nach Einschätzung von Pro Wildlife könnte diese Londoner Konferenz eine positive Wende im internationalen Elefantenschutz einläuten, da sich auch sieben afrikanische Staaten für ein Handelsverbot für Elfenbein einsetzten. Hierzu zählen auch Botswana und Tansania, die bislang Befürworter des legalen Elfenbeinhandels waren. Tansania kündigte sogar an, im Juni die beschlagnahmten Elfenbeinvorräte zu zerstören.

Weitere Informationen zur Konferenz:
Pro Wildlife: Elefantenrunde: Regierungen beraten in London über illegalen Wildtier-Handel
Pro Wildlife: Wilderei-Krise: Wann vernichtet Deutschland sein Elfenbein?