See-Elefant-Jungtier Bildband Mittel- und Suedamerika Foto © Uli Assmann

See-Elefanten tauchen tiefer, wenn sie in wärmeren Gewässern nach Beute jagen, dies haben Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung und Forscher der Universitäten Kapstadt und Pretoria im Rahmen einer Studie herausgefunden. Grund dafür ist nach Meinung der Wissenschaftler, dass Beutefische aufgrund der Erwärmung des Wassers in größere Tiefen abwandern und See-Elefanten ihnen zur Nahrungsaufnahme folgen müssen. Je tiefer die Tiere tauchen müssen, umso weniger Zeit bleibt ihnen jedoch zur eigentlichen Nahrungsaufnahme. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Tiere in wärmeren Gewässern auch weniger Beute machen.
Zur Bestätigung dieser These werden Südliche See-Elefanten mit Sensoren ausgestattet, die die Nahrungsaufnahme der Tiere unter Wasser registrieren. Für April ist eine weitere Studienreise geplant und die Forscher erhoffen sich von den Ergebnissen dann aussagekräftige Daten für die Stützung ihrer These.

Für die Wissenschaftler ist derzeit offen, inwieweit es den Südlichen See-Elefanten gelingen wird, sich auf die Ozeanerwärmung einzustellen, sie sehen jedoch nur zwei Alternativen. Entweder weiten See-Elefanten ihre Jagdreviere bis in kältere Wassermassen der Antarktis aus oder die Tiere müssen künftig noch tiefer tauchen. Da die für die Studie untersuchten See-Elefanten von Marion Island bei Tauchgängen bereits jetzt dicht an ihr physiologisches Limit gehen, sind die Forscher der Ansicht, dass sich die Überlebensrate der Robben langfristig verringern könnte.

Details zur Studie erhalten Sie beim Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung.

Auch die Nördlichen See-Elefanten, die im Karibischen Meer und an der nordamerikanischen Westküste leben, sind sehr seltene Tiere. Schöne Aufnahmen dieser See-Elefanten finden sich im Fotobildband Mittel- und Südamerika, der in Kürze erscheinen wird.