Orang-Utans drohen zu verbrennen

Seit Monaten wüten tausende auf Brandrodung zurückzuführende Feuer auf der indonesischen Insel Borneo – mit schweren Folgen für Mensch und Tier.

Orang Utan ® Marko Koenig
Orang-Utan_Mondberge-Artenschutzkalender 2016 © Marko Koenig

Es sind Bilder wie aus Kriegszeiten: Schulen müssen geschlossen werden, Flüge werden gestrichen, zehntausende Menschen leiden an Atemwegserkrankungen. Und all dies nur, weil Unternehmen schnell mehr Fläche für neue Ölpalmen- oder Industrieholzplantagen nutzen wollen. Bislang wurden auf diese Weise 1,7 Millionen Hektar Wald zerstört.

Mitten in den verheerenden Rauchschwaden kämpfen die letzten Orang-Utans dieser Welt ums Überleben. Viele von ihnen haben bereits stark gelitten – sie sind krank, verletzt, unterernährt, dehydriert und / oder stark traumatisiert. Sie haben Todesangst vor Menschen und müssen mit Betäubungsgewehren von den Bäumen geschossen werden, damit sie nicht qualvoll verenden. Helfer der Organisation International Animal Rescue (IAR) bringen sich selbst in Gefahr, um die Orang-Utans aus den brennenden Wäldern zu retten, aber ihre Kapazitäten sind begrenzt. 100 Tiere kann die Station aufnehmen, und alle Plätze sind belegt. Ähnlich sieht es in der Rettungsstation Nyaru Menteng aus, die 1999 mit Hilfe der BOS Foundation gegründet wurde. Hier haben bereits 470 Orang-Utans Zuflucht gefunden, aber inzwischen bedrohen die Feuer die Station selbst.

Gerettete Orang-Utans © Bärbel Köhler / BOS
Gerettete Orang-Utans © Bärbel Köhler / BOS

Die gewaltigen Brände und die auf Satellitenbildern deutlich werdende, immense Rauchentwicklung empören unterdessen auch die Nachbarstaaten. Die beißenden Wolken haben längst Thailand und die Philippinen erreicht. Obgleich einige Löschflugzeuge und tausende Soldaten die Flammen bekämpfen, dauert die Katastrophe seit mehr als zwei Monaten an.

Die stark bedrohten Menschenaffen leben heute nur noch auf Borneo und Sumatra in freier Wildbahn. Diese letzten Schutzgebiete drohen nun, den wirtschaftlichen Interessen der Holz- und Palmölindustrie zum Opfer zu fallen.

Die Behörden klagen über Geldprobleme und hoffen auf die Regenzeit …

Mit dem Projekt Lebenswald.org initiierte BOS Deutschland e.V. ein Projekt, um die artenreichen Regenwälder und ihre Bewohner zu schützen. Borneo Orangutan Survival ist eine unabhängige und gemeinnützige Natur- und Artenschutzorganisation, die sich bereits seit mehr als 10 Jahren erfolgreich engagiert.

Schon mit 20 Euro können Sie einen entscheidenden Beitrag leisten und einen Hektar Regenwald dauerhaft schützen. Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende unter https://lebenswald.org/jetzt-helfen. Sie schenken damit Zuflucht, Hoffnung und Lebensraum.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter
http://www.tt.com/panorama/katastrophe/10696755-91/letzte-orang-utans-ersticken-an-gigantischen-rodungen-f%C3%BCr-palm%C3%B6l.csp
http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Illegale-Brandrodung-Tierschuetzer-kaempfen-um-Borneos-Orang-Utans
http://www.bos-deutschland.de/