Die Regierung des Kongo hat bereits im Juni zwei Ölfirmen die Rechte gewährt, im Osten Kongos, zu dem auch der Virunga-Nationalpark gehört, nach Öl zu bohren. Der Virunga-Nationalpark ist seit 1979 UN-Weltnaturerbe und steht seit 1994 auf der Roten Liste der UNESCO. Demzufolge hat die UNESCO durch ein Schreiben an den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo Joseph Kabila versucht, darauf einzuwirken dass es im Nationalpark zu keiner Öl-Förderung kommt.

Der Virunga Nationalpark ist eine der letzten Zufluchtsstätten für die vom Aussterben bedrohten Berggorillas, deren Lebensraum ohnehin durch andere Einflüsse stark bedroht ist. Die UNESCO warnte vor den „extrem schädlichen Konsequenzen“, die Ölbohrungen in der Region verursachen würden.

Die Ölkonzerne planen noch in diesem Jahr mit seismischen Untersuchungen und innerhalb von drei Jahren mit der Förderung zu beginnen. Doch schon die seismischen Untersuchungen könnten das Ökosystem beeinträchtigen, da hierzu Sprengungen mit Dynamit durchgeführt werden müssen.

Die kongolesiche Regierung hat sich bisher nicht geäußert.