Noch 50-70 asiatische Geparden

Nachdem diese wunderschönen Tiere einst von Nordafrika nördlich der Sahara über Zentralasien bis Indien verbreitet waren, findet man sie heute freilebend nur noch im Iran.

Gepard ® Winfried Wisniewski
Afrikanischer Gepard © Winfried Wisniewski – aus Mondberge-Artenschutzkalender 2016

Sie sehen ihren afrikanischen Verwandten durchaus ähnlich, nur etwas kleiner, nicht ganz so schnell, dafür aber mit teils beeindruckender Nackenmähne und, zur kalten Jahreszeit, mit Winterfell. Der asiatische Gepard hat sich angepasst.

Dank des seit über 15 Jahren bestehenden Schutzprojekts „Conservation of the Asiatic Cheetah Project“ (CACP) haben 50 bis 70 asiatische Geparden bis heute überlebt. Im Osten des Irans liegt das letzte Rückzugsgebiet dieser Restpopulation.

Gepard©Winfried_Wisniewski
Eine Gepardenmutter mit ihren Jungen © Winfried Wisniewski – aus Mondberge-Artenschutzkalender 2012

Eine stetige Gefährdung geht nach wie vor von Wilderern aus, die häufig allerdings nicht dem Geparden selbst nachstellen. Sie jagen seine Lebensgrundlage, die Gazellen. Ein Schutzgebiet ohne intaktes Ökosystem, inklusive Beutetieren, hilft dem vom Aussterben bedrohten Tier wenig.

Auch eine Nachzucht gestaltet sich schwierig, denn in Gefangenschaft aufgewachsene Geparden lernen nie, größere Beutetiere zu erjagen. Dies muss ihnen die Mutter innerhalb des ersten Lebensjahres beibringen. Von kleineren, leichter zu fangenden Tieren kann sich ein Gepard auf Dauer nicht ernähren.

Zwei Geparden im CCF betrachten den Mondberge-Artenschutz-Kalender (das ist keine Fotomontage!) © Birgit Braun

Im Mondberge-Artenschutzkalender werden einzigartige Aufnahmen bedrohter Tierarten präsentiert. Auch der Gepard ist 2016 wieder vertreten. Absolut alle Verkaufserlöse werden an verschiedene Natur- und Artenschutz-Organisationen für konkrete Hilfsprojekte gespendet.

Jaenicke hält Kalender 2016

Weitere Informationen über die Situation der asiatischen Geparden finden Sie unter
http://www.sueddeutsche.de/wissen/bedrohter-gepard-letzte-zuflucht-iran-1.2642353