Neue Ausgabe des Gorilla-Journals

Das Gorilla Journal der Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V. berichtet halbjährlich über Aktivitäten & Schutzprojekte der Organisation selbst sowie ihrer Mitglieder und Freunde. Es erscheint bereits seit Anfang der 90er Jahre und enthält Artikel über Themen, die mit Gorillas, ihrem Lebensraum und ihrer Bedrohung zusammenhängen. Zudem informiert es die Naturschützer vor Ort und bietet ihnen die Möglichkeit, von ihrer Arbeit zu berichten. Das Journal ist in Deutsch, Englisch sowie Französisch erhältlich. Der Verein ist langjähriger Projektpartner von Mondberge.

Gorilla-Journal Nr. 52 © Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e. V.
Gorilla-Journal Nr. 52 © Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e. V.

Für das Überleben der verbleibenden Gorillapopulationen ist insbesondere der Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume entscheidend. Häufig befinden sich diese in unsicheren Regionen, in denen beispielsweise Kriege, Rebellenüberfälle oder Vulkanausbrüche immer wieder für Ausnahmezustände sorgen. Selbst in lebensgefährlichen Situationen durchstreifen aber Ranger die Nationalparks und versuchen, die Gorillas zu überwachen und zu schützen.

Andreas Klotz, Michael Matschuck und Martha Robbins
Andreas Klotz, Michael Matschuck und Martha Robbins mit Rangern im Bwindi-Nationalpark © Andreas Kotz

Grundsätzlich legt die Berggorilla und Regenwald Direkthilfe großen Wert auf die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung, da nur so eine langfristige Lösung für ein friedliches Zusammenleben gefunden werden kann. Um dies zu ermöglichen, werden z. B. Bildungsangebote an Schulen und in den umliegenden Dörfern initiiert und langfristig begleitet.

Die BACEP-Mitarbeiterin Emily Turinawe prüft einen Schüler in der lokalen Sprache Rukiga, um die Fortschritte und den Erfolg der Programme zu bewerten. © Kristen Lukas
Die BACEP-Mitarbeiterin Emily Turinawe prüft einen Schüler in der lokalen Sprache Rukiga, um die Fortschritte und den Erfolg der Programme zu bewerten. © Kristen Lukas

Die aktuelle Ausgabe des Gorilla Journals (Nr. 52) enthält u. a. folgende Beiträge:

  • Umwelterziehung in Bwindi

Das von MONDBEGRE unterstützte Projekt BACEP – Bwindi Apes Conservation Education Partnership – ist ein Gemeinschaftsprojekt des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, des Cleveland Metro Zoo, des North Carolina Zoo und des Programms UNITE für die Umwelt.

  • Bäume für Kahuzi-Biega

Im Zuge des Klimawandels hat das Aufforsten tropischer Regenwälder an Bedeutung gewonnen, da Bäume überschüssigen Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und langfristig binden.

  • Gorillas als Samenverbreiter

Die tropischen Regenwälder in Afrika weisen nach dem Amazonasbecken die höchste Artenvielfalt auf. Weit über die Hälfte der Pflanzen entwickeln fleischige Früchte, deren Samen von Wirbeltieren verbreitet werden.

  • Gorillaschutz in Afi

Das Afi Mountain Wildlife Sanctuary, ein Naturschutzgebiet in Nigeria, beherbergt ca. 10% der Gesamtpopulation der Cross-River-Gorillas. Bislang wurde dort aufgrund unzureichender Schutzmaßnahmen stark gewildert.

  • Reines Wasser für Wildhüter

Wildhüter spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz bedrohter Arten. Ihre Arbeit ist körperlich anstrengend und erfordert lange Wanderungen in schwierigem Gelände. Eine Versorgung mit sauberem Wasser ist dabei entscheidend für die Gesundheit der Wildhüter.

  • Bäume für Sarambwe

Das Sarambwe-Reservat wird vom ICCN verwaltet, das mit fünf Wildhütern versucht, die Wilderei zu bekämpfen, die Wege instand zu halten uvm.

  • Hilfe für Mt. Tshiaberimu

Der Mt. Tshiaberimu mit seinem einzigartigen Bergwald ist ein Teil des Virunga-Nationalparks – und trotz seines hohen Schutzstatus extrem gefährdet.

  • Fischzucht am Mt. Tshiaberimu

Nach dem Erfolg des Projekts zur Anzucht von Maracujapflanzen am Mt. Tshiaberimu wurde jetzt mit einem Programm zur Fischzucht begonnen.

  • Zwei Gorilla-Pioniere

Zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten wurden durch ihre Annäherung an die Östlichen Gorillas in den 60er-Jahren bekannt: der Belgier Adrien Deschryver und die Amerikanerin Dian Fossey.

  • Bericht von der Jahreshauptversammlung am 16./17. April 2016

In diesem Jahr fand die mit ca. 50 Mitgliedern und Gästen sehr gut besuchte JHV im Zoo Hannover statt.

  • Zahl der Grauergorillas dramatisch gesunken

Die Grauergorillas leben im Osten der Demokratischen Republik Kongo – einem Gebiet, in dem seit 20 Jahren Krieg zwischen verschiedenen Rebellengruppen und der kongolesischen Armee herrscht.

  • Gorilla-Zwillinge in Ruanda geboren

Am 18. Januar 2015 hat die 16 Jahre alte Isaro in der Isabukuru-Gruppe Zwillinge geboren, ein äu­ßerst seltenes Ereignis bei Berggorillas.

  • Rettung eines weiteren Gorillawaisen

Wildhüter haben von einem kleinen Gorillawaisen gehört und ihn gerettet. Dorfchefs in der Umgebung hatten vorsichtig mit Rebellen im Wald verhandelt, die das Gorillakind kurz zuvor gefangen hatten; es sollte verkauft werden.

Die vollständige Ausgabe kann hier kostenlos heruntergeladen werden.