Neue Affen in Peru

Im Urwald Perus wurde der „Braune Urubamba-Springaffe“ entdeckt

Brauner Urubamba-Springaffe_Foto: Proyecto Mono Tocón/AFP
Brauner Urubamba-Springaffe_Foto: Proyecto Mono Tocón/AFP

Callicebus urubambensis heißt die neu entdeckte Primatenart mit lateinischem Namen. Im Deutschen wurde sie nach dem südamerikanischen Fluss Urubamba benannt, einem Quellfluss des Amazonas, der den Lebensraum des Springaffen prägt.

Unter organisatorischer Leitung der peruanischen Tierschutzorganisation Proyecto Mono Tocón hatten sich die Forscher Jan Vermeer und Julio Tello-Alvarado auf den Weg in den Regenwald gemacht und sind tatsächlich fündig geworden. Das Team konnte Foto- sowie Filmaufnahmen mehrerer Familien sammeln.

Der ‚Neuzugang‘ hat ein für Springaffen ungewöhnlich schwarzes Gesicht, rot-braunes Fell, nahezu die Größe einer Katze und ist schon jetzt, wie auch seine Artgenossen, für sein lautes Geschrei zur Revierverteidigung bekannt.

Obgleich der Lebensraum Amazonas aufgrund von Abholzung und Klimawandel stark gefährdet ist, haben die Forscher überraschenderweise festgestellt, dass der Braune Urubamba-Springaffe in einem ca. 350 km breiten Streifen des Gebietes recht verbreitet ist. Laut Vermeer handelt es sich um eine entlegene Gegend, in der äußerst wenig gejagt wird. Zudem halten die im Fluss lebenden Piranhas viele ungebetene Gäste fern. Man darf also ausnahmsweise hoffen, dass sich der Callicebus urubambensis nicht wie viele andere bald nach seiner Entdeckung auf die Rote Liste der bedrohten Arten (IUCN) gesellen muss.

Weitere Informationen zu dieser Neuentdeckung finden Sie unter
http://www.welt.de/newsticker/news1/article145456807/Neue-Springaffenart-in-Peru-entdeckt.html
https://www.newscientist.com/article/dn28017-new-species-of-titi-monkey-discovered-in-remote-peruvian-forest/ (englisch)