Meeresschildkroete © Hettich
Meeresschildkroete - Mondberge Artenschutzkalender 2013 © Hettich

Noch bis 12.04. wird auf einer internationalen Konferenz zum Thema Müll im Meer in Berlin über Auswirkungen der zunehmenden Verschmutzung auf die Ozeane und ihre Bewohner diskutiert. Es werden Lösungen gesucht, wie die länderübergreifende Verschmutzung beseitigt und eine Reduzierung des Mülls im Meer erreicht werden kann, um das auf dem Rio +20 Gipfel formulierte Ziel einer deutlichen Reduzierung bis 2025 erreichen zu können.

Auch für die Tierwelt werden die Müllberge im Meer zu einer immer größeren Bedrohung. Aufgrund der Meeresströmungen wird Kunststoffmüll in großen Arealen zusammengetrieben. Dies geschieht vor allem dort, wo Ozeane zusammenlaufen. Da diese Orte oftmals auch reich an Nahrung sind, finden sich dort u. a. auch viele Delfine, Wale, Seehunde und Meeresschildkröten ein. Kleinere Tiere bleiben dann häufig im Müll hängen und sterben. Hinzukommt, dass Tiere den Müll mit der Nahrung aufnehmen oder diesen sogar fälschlicherweise als Nahrung ansehen. So ist der Einfluss von Kunststoffabfall auf Wale zwar bislang erst unzureichend erforscht, aber die Hinweise mehren sich, dass die Tiere, wenn sie den Müll fressen, daran sterben. So konnte kürzlich nachgewiesen werden, dass ein an Spaniens Küste verendeter Pottwal an Plastikmüll gestorben ist. (mondberge.com: Pottwal stirbt an Plastikmüll).

Weitere Informationen: www.marine-litter-conference-berlin.info