Mehr Giraffen als man denkt

Eine echte wissenschaftliche Überraschung: es gibt nicht – wie bislang angenommen – nur eine sondern gleich vier Giraffen-Spezies: die Südgiraffe, die Massaigiraffe, die Netzgiraffe und die Nordgiraffe.

Rothschild-Giraffen im Murchison Falls Nationalpark, Uganda © Andreas Klotz
Rothschild-Giraffen im Murchison Falls Nationalpark, Uganda © Andreas Klotz

Erstaunlicherweise wurden die mit bis zu 6 Metern am höchsten gewachsenen Land-Lebewesen der Erde im Vergleich zu nahezu allen anderen Säugetieren bislang nur wenig erforscht. Die Giraffe galt trotz vereinzelter Vermutungen als eine einzelne Spezies mit neun Unterarten, von denen sich zwei offenbar gar nicht unterscheiden. Aufgrund des Gesamtbestandes wurde sie von der IUCN auch als „nicht bedroht“ eingestuft. Dies dürfte sich nun bald ändern, da zwei der kürzlich erkannten Spezies bereits stark gefährdet sind.

Das wissenschaftliche Team um den Genetiker Prof. Dr. Axel Janke (Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum) und Mitarbeiter der Giraffe Conservation Foundation kamen bei ihrer Arbeit zu geradezu revolutionären Erkenntnissen. Die Einteilung in vier „neue“ Spezies von Giraffen beruht unter anderem auf dem üblichen Kriterium, dass sich die Tiere (zumindest in freier Wildbahn) nicht miteinander paaren. Außerdem unterscheiden sie sich deutlich genetisch voneinander, vergleichbar mit Braun- und Eisbären. Die unterschiedliche Entwicklung begründet sich vermutlich auf der Tatsache, dass Giraffen bekanntermaßen keine Flüsse überqueren, und die Gruppen folglich unabhängig voneinander entstanden.

Zwei Südafrikanische Kapgiraffen aus dem Mondberge Artenschutz-Kalender 2017 © Jens Beck
Zwei Südafrikanische Kapgiraffen aus dem Mondberge Artenschutz-Kalender 2017 © Jens Beck

Die Gesamtzahl aller frei lebenden Giraffen ist in den vergangenen 20 Jahren um gut 35 % gesunken, was hauptsächlich auf den dramatischen Verlust von Lebensraum zurückzuführen ist. Zudem werden sie, wie so viele andere Tiere auch, aus den absurdesten Gründen gejagt. Nicht nur, dass ihr Fleisch bei Savannenbewohnern recht beliebt ist; ihr Gehirn oder auch das Knochenmark sollen angeblich AIDS heilen, und in manchen Regionen tötet man sie allein, um ihren Schwanz anschließend als Fliegenklatsche zu benutzen.

Die neuen Forschungsergebnisse werden hoffentlich zeitnah zu angemessenen Schutzmaßnahmen und mehr Aufmerksamkeit für die auffälligen und eleganten Savannenbewohner führen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artenschutz-biologen-entdecken-unbekannte-giraffenarten-1.3154187
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/giraffen-es-gibt-vier-arten-statt-nur-einer-a-1111400.html
http://www.fr-online.de/wissenschaft/giraffen-die-neue-vielfalt-der-giraffen,1472788,34729036.html

Artenschutz-Kalender 2017 mit Broschüre

Mit dem Erwerb des hochwertigen Mondberge-Artenschutzkalenders 2017, der ab sofort erhältlich ist und u. a. zwei Südafrikanische Kapgiraffen zeigt, unterstützen Sie ausgewählte Hilfsprojekte.

Die neue limitierte Auflage des außergewöhnlichen Kalenders, der in den letzten zwei Jahren immer ausverkauft war und bereits mehrfach ausgezeichnet wurde ist selbstverständlich wieder hochwertig und stilvoll gestaltet, mit exzellenter Drucktechnik und vielen Veredelungen, gedruckt auf vier verschiedenen Papiersorten. Man kann sehen und fühlen wie Bilder auf unterschiedlichen Papieroberflächen wirken. Die nachhaltig hergestellte Halterung aus Bambusholz hat sich bewährt, ebenso wie die kleine fadengebundene, herausnehmbare Broschüre mit Informationen zu den Tierarten und den Fotografen, inkl. einer „Making-of-Story“ der jeweiligen Aufnahme.

Auch als dekoratives wie informatives Charity-/Firmenpräsent ist der Mondberge-Artenschutzkalender besonders geeignet. Für Firmen werden ab 10 Stück Sonder-Staffelpreise angeboten, wobei ein direkter Einzel-Versand an Kunden möglich ist.