Leere Meere !?

Zwei australische Forscher analysierten 632 Studien und erläutern das Ausmaß der bedrohlichen Veränderung der Weltmeere.

Orca ® Ulrich Brodde, Bildband Tierische Persönlichkeiten im Loro Parque
Orca ® Ulrich Brodde

Ivan Nagelkerken und Sean D. Connell zeigen anhand ihrer Metaanalyse, inwieweit vom Menschen verursachte CO2-Emissionen das Funktionieren des Meeres-Ökosystems verändern und welche Folgen dies für die Nahrungskette und somit auch für den Menschen hat.

Ganze 632 Studien haben die Forscher in ihre Untersuchungen einbezogen und das Ergebnis in der amerikanischen Zeitschrift PNAS veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Erderwärmung führt, insbesondere in Kombination mit der Übersäuerung der Meere zu einem entscheidenden Ungleichgewicht. Nicht viele Organismen können sich an die Veränderungen anpassen. Die Zahl der Schlüsselorganismen geht stark zurück, es gibt weniger Plankton und kleinere Fische und größere Meeresbewohner finden nicht mehr ausreichend Nahrung. Gerade diese größeren Arten werden aber von Menschen (ob kleiner Fischer oder Fangflotte) nach wie vor gejagt. Den Tieren bleibt kaum genug Zeit zur Fortpflanzung. Diese Umstände werden, beispielsweise in Bezug auf Nahrung und Handel, starke Auswirkungen auf unseren derzeitigen Lebensstil haben und letztendlich einen Zusammenbruch der Artenvielfalt mit sich bringen.

Walhai - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hettich
Walhai – Mondberge-Artenschutzkalender 2013 © Hettich

Weitere Informationen sowie das vollständige Forschungsergebnis finden Sie hier:
http://www.solarify.eu/2015/10/14/828-bruch-der-maritimen-nahrungskette/
http://kompakt.welt.de/4ckqWeagsoumk2EskumSGQ/artensterben
http://www.pnas.org/content/early/2015/10/06/1510856112.abstract (englisch)