Sibirische Tiger leben im äußersten Osten Russlands und in den Grenzgebieten Nordkoreas und Chinas. Sie gelten mit bis zu 2,80 Metern Länge und bis zu 300 Kilogramm Körpergewicht als die größten Raubkatzen der Welt. Doch es gibt nur noch ca. 500 dieser Tiger, da ihr Lebensraum zunehmend zerstört wird und Wilderer ihnen nachsetzen. Doch neueste Studien von Wildbiologen, die im Fachmagazin Mammalian Biology veröffentlicht sind, zeichnen ein noch dramatischeres Bild: Aufgrund einer Populationskrise in den 1940er Jahren stammen vermutlich alle heute lebenden Sibirischen Tiger von nur 20 bis 30 Tieren ab. Genanalysen zeigen, dass die Tiger sich in ihrem Erbgut nur wenig unterscheiden, was zur Folge haben könnte, dass im Falle eines Auftretens von Krankheiten oder genetischen Störungen alle Tiere in ähnlicher betroffen sind und erkranken oder gar sterben.