Vom 11. bis 18. September 2014 findet in Slowenien die 65. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Auf dem Tagungsprogramm steht u. a. die Diskussion über einen Antrag Neuseelands, künftig die Auflagen für „Wissenschaftswalfang“ zu verschärfen.

Orca - Mondberge Artenschutz-Kalender 2014 © Hicker
Orca – Mondberge Artenschutz-Kalender 2014 © Hicker

Dieser Antrag steht in direktem Zusammenhang mit der Ankündigung Japans, die Jagd auf Wale in der Antarktis im Rahmen eines neuen Forschungsprogrammes im kommenden Jahr wieder aufzunehmen. Dieses sehe nur die Jagd auf Zwergwale vor und beinhalte auch die bloße Beobachtung von Walen. Damit reagiert Japan auf das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 30. März 2014, das Japan die Jagd auf Wale in der Antarktis mit der Begründung verboten hatte, das der wissenschaftliche Zweck dieses Walfangs nicht erkennbar sei und nennenswerte Forschungsergebnisse fehlten.

Bereits seit 1986 ist die kommerzielle Jagd auf Großwale verboten, aus wissenschaftlichen Zwecken dürfen die Tiere jedoch getötet werden, dies sieht eine Ausnahmeregelung in der Konvention vor. Aufgrund des Verbots sind die Fangquoten seit 1986 zunächst gesunken. Umweltverbände wie ProWildlife geben jedoch an, dass seit 1996 die Anzahl der aus kommerziellen Gründen harpunierten Wale wieder steigt. Es bleibt nun also abzuwarten, ob es auf der IWC-Tagung gelingt, konsequentere Maßnahmen für den Schutz der Wale durchzusetzen.

Weitere Informationen und Zusammenfassungen aktueller Entscheidungen von der IWC-Tagung finden Sie auf der Seite der Internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC