Eselspinguin Falklandinseln: Bildband Mittel- und Südamerika ® Heike Odermatt
Eselspinguin Falklandinseln: Bildband Mittel- und Südamerika ® Heike Odermatt

Laut Simulationsstudie eines internationalen Forscherteams bedroht die globale Erwärmung das Überleben der Kaiserpinguine in der Antarktis. Kaiserpinguine brüten fast ausschließlich auf von Meereis bedeckten Flächen und ziehen dort ihre Jungen groß. Durch einen Rückgang des Eises schrumpfen die Kolonien der Pinguine drastisch. Sie verlieren ihre Brutplätze und ihre Nahrungsgrundlage. 2009 ist auf den antarktischen Dion-Inseln bereits eine Kolonie von Kaiserpinguinen vollständig verschwunden.

Um zu klären, ob diese Bedrohung auch für andere Kolonien existiert, erstellten die Wissenschaftler eine Simulationsstudie. Dazu wurden Klimamodelle herangezogen, die nach Berechnungen der Forscher bislang die verlässlichsten Vorhersagen getroffen hatten.

Das Ergebnis zeigt, dass wenn keine Verbesserungen im Klimaschutz vorgenommen werden, ein drastischer Rückgang der Pinguinpopulation zu verzeichnen sein wird. Im Jahr 2100 würde es dann nach Aussage der Wissenschaftler nicht mehr als 500 bis 600 brütende Paare geben.

Die Arbeit wurde im Fachmagazin „Global Change Biology“ vorgestellt. SCINEXX bietet eine Zusammenfassung in deutscher Sprache: Globale Erwärmung bedroht Kaiserpinguine in der Antarktis