Walhai - Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hettich
Auch der Walhai gehört zu den bedrohten Arten – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Hettich

Wie die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) vor wenigen Tagen bekannt gab, musste die Rote Liste der gefährdeten Arten um 4.807 auf nun 70.294 Arten erhöht werden. Mit 20.934 ist davon fast ein Drittel vom Aussterben bedroht.

Das neueste Update der Roten Liste der gefährdeten Arten enthält u. a. die erste globale Neubewertung des Bestands von Nadelbäumen. Es zeigt beunruhigende Rückgänge für Nadelbäume, die die weltweit ältesten und größten Organismen darstellen. Nach den Auswertungen der Untersuchungen werden nun 34% des weltweiten Bestands an Zedern, Zypressen, Tannen und anderen Nadelhölzern als vom Aussterben bedroht bezeichnet. Dies bedeutet eine Zunahme von 4% seit der letzten vollständigen Beurteilung von 1998.

Auch für Süßwassergarnelen erfolgte mit dieser Aktualisierung der Roten Liste eine allererste umfassende Beurteilung der Bestände. 28% wurden als vom Aussterben bedroht kategorisiert. Zudem meldet die IUCN für die Jangtse-Kleinwale, sie gehören zu den weltweit letzten verbliebenen Süßwasser Walen, einen deutlichen Rückgang der Bestände.

Insgesamt bezeichnet Jane Smart, die IUCN-Direktorin der Abteilung Artenvielfalt, das Gesamtbild als alarmierend. Die Rote Liste der bedrohten Arten biete jedoch einen guten Überblick über den Zustand der weltweiten Biodiversität und es sei nun die Aufgabe, dieses Wissen in vollen Zügen zu nutzen, um die Schutzbemühungen zielgerichtet und effizient einzusetzen.

Weitere Details zur aktuellen Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN: World’s oldest and largest species in decline – IUCN Red List