Tiger ® Martin Ruhnke
Tiger ® Martin Ruhnke

Tiger gehören zu den bedrohten Arten. Hierzu zählt auch der Indische Tiger, der laut Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft wird. Demnach leben weniger als 2.500 Indische Tiger in freier Wildbahn, die meisten von ihnen in Indien. Kleinere Bestände gibt es in Bangladesch, Nepal und Bhutan.

Durch eine Zerstückelung ehemals riesiger Waldgebiete leben diese Tiger heute in räumlich voneinander getrennten Gebieten. Eine Durchmischung des Genmaterials wird somit erschwert. Waldkorridore, die eine Verbindung zwischen diesen Gebieten mit Tigerpopulation herstellen, sollen eine Wanderung der Tiere zwischen den Kerngebieten erleichtern.

Im Rahmen einer Studie, die kürzlich im Fachmagazin „Proceedings B“ der britischen Royal Society veröffentlicht wurde, haben Forscher untersucht, ob diese Korridore ihren Zweck tatsächlich erfüllen und der Genfluss in der Gesamtpopulation erhalten bleibt. Hierzu haben Wissenschaftler das Erbgut von 273 Tigern verglichen, die in vier getrennten Schutzgebieten in Zentralindien leben. Diese Gebiete sind durch Korridore unterschiedlich gut verbunden.
Die Forscher stellten fest, dass die höchste genetische Durchmischung dort stattgefunden hat, wo eine gute Verbindung zwischen den Gebieten gegeben war. Indische Tiger haben demnach immer noch eine große genetische Varianz und dies obwohl die Zahl der Indischen Tiger in den vergangenen 150 Jahren auf ein Zehntel gesunken ist.

Nach Aussage der Wissenschaftler sind die Ergebnisse der Studie, dass Waldkorridore den Genfluss sichern, höchst relevant für Artenschützer und Politiker. Durch zunehmende Waldrodungen, Straßenbau, etc. sinken die Anzahl und die Qualität der Korridore deutlich.

Weitere Informationen: Proceedings of the Royal Society B: Forest corridors maintain historical gene flow in a tiger metapopulation in the highlands of central India

 

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