Tiger ® Martin Ruhnke
Tiger ® Martin Ruhnke

Im Sommer 2012 hat das Oberste Gericht Indiens die Kernzonen der Tigerreservate für den Tourismus vorübergehend gesperrt. Eine Aufhebung der Sperrung hatten die Richter unter der Bedingung in Aussicht gestellt, dass klare Regelungen für den Öko-Tourismus erlassen werden. Nur dann sei nach Aussage der Richter sichergestellt, dass Tigertourismus tatsächlich nicht zu weiterem Artenschwund führe sondern sowohl für das Überleben der Tiger als auch für die Menschen vor Ort positive Auswirkungen habe.

Am Mittwoch übergab die National Tiger Conservation Authority (NTCA) dem Gericht nun ein neues Regelwerk mit Richtlinien für einen regulierten Tourismus. Dieser soll ausdrücklich auch in den Kernzonen der Tigerreservate erlaubt sein, denn nur mit öffentlicher Beteiligung sei ein effektiver Schutz der Tiger möglich.

Im Detail empfiehlt die NTCA in den Richtlinien eine Freigabe von maximal 20 Prozent der Kernzonen für einen regulierten, sanften Tourismus. Dies entspricht der bisherigen Praxis. Die bestehende touristische Infrastruktur soll bestehen bleiben, jedoch gibt es Umweltauflagen, die sowohl aus ästhetischen als auch aus Umweltgesichtspunkten erfüllt werden müssen. Zudem soll es keine weiteren Neubauten geben.

Das oberste Gericht Indiens wird nun prüfen, ob diese Richtlinien für eine Aufhebung des Verbots von Tigertourismus in den Krenzonen der Tigerreservate ausreichen. Es wird erwartet, dass die Richter ihre Entscheidung am 03. Oktober 2012 verkünden.

Weitere Informationen auf Indien Aktuell: Indische Behörde zum Schutz der Tiger plädiert für Tourismus in den Kernzonen der Schutzgebiete