Rund 500 verschiedene Haiarten bevölkern die Weltmeere seit mehr als 400 Millionen Jahren, doch dem Menschen ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, die Bestände um 95% zu reduzieren. Wie viele Tiere derzeit weltweit noch genau existieren ist unklar. Umweltschutz-Organisationen wie Greenpeace vermuten, dass durch Fischerei und Verschmutzung pro Jahr mehr als 100 Millionen Haie sterben. Das bedeutet, dass die Bestände vieler Haiarten in den vergangenen Jahren auf nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Zahl geschrumpft sind.

Gründe für die starke Dezimierung sind vielfältig. In vielen Teilen der Welt gilt der Hai als Delikatesse, er wird zu Kosmetika verarbeitet und seine Körperteile sind als Sammlerstücke heiß begehrt und werden teuer bezahlt. Haiflossen gelten (fälschlicherweise) in weiten Teilen Asiens als Potenzmittel. Zudem sorgt die Angst vor diesen Meerestieren, die durch Filme, etc. geschürt wird dafür, dass dem Hai nur sehr wenige Sympathien entgegengebracht werden.

Bislang ist es nur gelungen, den Weißen Hai unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES zu stellen, so dass hier strikte Handelsbestimmungen gelten und Forscher mit einer Erholung der Bestände rechnen. Nun gilt es dieses Bewusstsein auch für die anderen Haiarten zu schaffen. Dieses Ziel hat sich auch der Unterwasser-Kameramann Charles Maxwell gesetzt, der sich seit 30 Jahren für den Haischutz einsetzt indem er möglichst viele Informationen über die Tiere sammelt, um so das Verständnis für diese bedrohte Art zu verbessern.

Interessante Informationen zu Haien erhalten Sie hier: http://www.br-online.de/br-alpha/wissenschaft/haie-haischutz-charles-maxwell-ID1298455738937.xml