Moorfrosch - Mondberge Artenschutzkalender © Markus Gebel
Moorfrosch - Mondberge Artenschutzkalender © Markus Gebel (Symbolbild)

Wie US-Wissenschaftlern der University of Colorado Boulder im Rahmen einer Studie feststellten, kann eine eine große Artenvielfalt in Ökosystemen vor Krankheiten schützen. Diesen Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Infektionskrankheiten stellten die Biologen um Leitautor Pieter Johnson durch eine Untersuchung von Amphibienerkrankungen her. Die Deformationen bei Amphibien werden durch einen parasitären Saugwurm verursacht, der die Tiere über Schnecken als Zwischenwirte infiziert. Forscher untersuchten, welche Arten von Amphibien in einigen hundert verschiedenen Teichen in Kalifornien lebten. Dabei erfassten sie die Anzahl der mit Parasiten befallenen Schnecken sowie die Anzahl der Amphibien mit Deformationen.

Sie stellten fest, dass in Teichen mit sechs verschiedenen Amphibienarten die Anzahl der Amphibien mit Fehlbildungen um mehr als 70 Prozent kleiner war als in Teichen wo nur eine Amphibienart lebte. Die Forscher erläutern, dass eine größere Vielfalt den Erfolg von Erregern verringert, zwischen den Wirten zu wechseln. Die Übertragung von Krankheitserregern werde vermindert, da Parasiten mit höherer Wahrscheinlichkeit auf resistente oder weniger anfällige Amphibien treffen.
Artenreiche Systeme haben also bessere Schutzmechanismen gegen Krankheiten.

Weitere Informationen zur Studie, die im Fachblatt Nature (doi:10.1038/nature11883) veröffentlicht wurde unter: colorado.edu

Fotos und ein Video zur Studie erhalten Sie unter: freshwatersillustrated.org