Noch bis Oktober läuft die aktuelle Zählung der Berggorillas in der Region des Bwindi Impenetrable Forest. Bereits 2006 hatte die Arbeitsgruppe um Martha Robbins eine Zählung der Berggorillas in der Region durchgeführt, bei der 302 Gorillas erfasst wurden. Nun sollen aktuelle Zahlen Aufschluss darüber geben, ob es zu Bestandsveränderungen gekommen ist. In der Ende 2010 im Virunga Nationalpark durchgeführten Berggorilla-Zählung, konnte ein Anstieg an Berggorillas verzeichnet werden.

Auch bei der aktuellen Zählung im Bwindi, ebenso wie bereits 2006, werden die Mitarbeiter Kotproben für eine genetische Analyse der Tiere nehmen. Die Probenröhrchen, die für diese Art der Datenerhebung benötigt werden, hat das Mondberge-Team im Juni direkt nach Ruhija zu Martha Robbins gebracht.
Hintergrund der Sammlung von Kotproben und deren genetischer Analyse ist die Vermeidung von Mehrfachzählungen. Zudem erhält man wertvolle Informationen über Verwandtschaftsverhältnisse der Gorillas.

Da neben der Sammlung von Kotproben beim Census auch illegale Aktivitäten im Bwindi-Wald und Spuren anderer Großsäuger erfasst werden, ist die Zählung auch für den Natur- und Artenschutz wichtig.