Giraffen-Knochenmark gegen AIDS ???

Ein weiterer beeindruckender Riese der Tierwelt ist in akuter Gefahr.

Laut der Giraffe Conservation Foundation (GCF) ist der Bestand der Giraffen in Afrika in den letzten 15 Jahren um ca. 40 % gesunken. Eine überraschend drastische Zahl, da die Tiere auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN derzeit nicht als gefährdet eingestuft sind. Einer Unterart, dem Okapi ist diese fragwürdige Ehre kürzlich zuteil geworden.

Gejagt wird die Giraffe nicht nur von Menschen, denen sie als umfänglicher Fleischlieferant dient, sondern auch zur Entnahme ihres Knochenmarks, dem gewisse Wunderheiler nun bedauerlicherweise Heilkräfte gegen AIDS nachsagen.

Der weltweit beliebte Langhals lebt zurzeit noch in 21 afrikanischen Ländern, gilt aber gleichzeitig als das bislang am wenigsten erforschte große Säugetier des Kontinents. Hinzu kommt die Bedeutung der Giraffe als wahres Zugpferd der afrikanischen Tourismusbranche, die aufgrund diverser Unruhen und der Ebola-Krise ohnehin schon starke Einbußen zu verzeichnen hat.

Hier ein Bild der bereits jetzt sehr seltenen Rothschild-Giraffe (auch Baringo- oder Uganda-Giraffe genannt). die nur noch in einem Nationalpark in Kenia und in Uganda vorkommt. Sie gilt als eine der größten Unterarten; ein Bulle wird bis zu 5,80 m, Kühe bis zu 4,50 m groß.

Rothschild-Giraffe_Murchison Falls © Andreas Klotz
Rothschild-Giraffe_Murchison Falls © Andreas Klotz

Detaillierte Informationen finden Sie unter

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/sendung/giraffe-kenia-bedrohung-wilderei-100.html
http://www.giraffeconservation.org/our_news.php?pgid=102