Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, die Entwicklung von Lachen bei Menschen und Affen zu rekonstruieren – bis zu den Ursprüngen vor zehn bis 16 Millionen Jahren. scinexx stellt die Untersuchung vor.

Lachen gehört zu den emotionalen Ausdruckselementen, die in der Kommunikation des Menschen am weitesten verbreitetet sind. Es kann Freude ausdrücken, Konflikte entschärfen, sozial ansteckend wirken, aber es kann auch dazu dienen, als hämisches Lachen, andere auszugrenzen. Lachen ist über alle Kulturkreise hinweg verbreitet. Bereits Babys im Alter von vier Monaten, aber auch blind und gehörlos geborene Kinder können lachen. Deshalb besteht die Annahme, dass Lachen eine angeborene stimmliche Gefühlsäußerung darstellt.

Und auch Menschenaffen können lachen, dies haben die Wissenschaftler in ihren Untersuchungen ermittelt. Sie haben mit einem Kitzelreiz das Lachen bei Kindern sowie Kitzellaute bei Jungtieren von den vier großen Menschenaffenarten, Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos ausgelöst. Diese Laute wurden über computerspektrografische Methoden physikalisch charakterisiert, um artspezifische Unterschiede im stimmlichen Ausdruck zu erfassen und Besonderheiten von artübergreifenden Ähnlichkeiten zu trennen. Ergebnis ist das unfangreichste Datenmaterial, das bisher vergleichend zum emotionalen stimmlichen Ausdruck bei Menschenaffen und Menschen erhoben wurde.

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