Schildkröte Galapagos - Fotobildband Mittel- und Südamerika ® Uli Assmann
Schildkröte Galapagos - Fotobildband Mittel- und Südamerika ® Uli Assmann

Galapagos-Riesenschildkröte „Lonesome George“ – letzter seiner Art – ist tot. Ein Pfleger fand das 100 Jahre alte Tier am vergangenen Sonntag reglos vor seinem Trinknapf auf den Galapagos-Inseln, etwa 1.000 km vor der Küste Ecuadors. Wissenschaftler waren davon ausgegangen, dass die Riesenschildkröte trotz des hohen Alters noch einige Jahrzehnte leben würde. Es wird nun die Ursache für diesen unerwarteten Tod ermittelt.

George gilt als das letzte Lebewesen dieser Unterart der Galapagos-Schildkröten. Forscher hatten in der Vergangenheit in der Forschungsstation der Insel Santa Cruz mehrfach versucht, George mit Riesenschildkröten-Weibchen verwandter Unterarten zu paaren, um das Überleben der Art zu sichern. Die Versuche blieben jedoch erfolglos. Zwar legten die Weibchen mehrere Eier, diese blieben jedoch alle unbefruchtet.

Die Gründe für das Aussterben dieser Unterart der Galgapagos-Riesenschildkröten sind ähnlich wie bei anderen Tierarten auch: Lebensraumzerstörung und Übernutzung durch Menschen, Wilderei und die Einführung invasiver Arten in bestehende Ökosysteme.

Im Fall der Galapagos-Riesenschildkröten waren die Tiere in der Vergangenheit auf den Galapagos-Inseln weit verbreitet. Landwirtschaft, Viehzucht und durch Siedler eingeschleppte Pflanzen und Tiere veränderten die Lebensbedingungen für die Schildkröten jedoch zunehmend. Ziegen, Schweine, Katzen und andere Tierarten wurden zu Feinden für den Nachwuchs der Schildkröten oder fraßen ihnen die Nahrung weg.